Tipps für die Nutzung von Computer‑ und Videospielen
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Die angegebenen Tipps sind Empfehlungen für das jeweilige Alter. Hierbei sind die Altersangaben nicht als fixe Grenze anzusehen. Vielmehr sind sie abhängig von der individuellen Entwicklung des Kindes, sodass es durchaus zu Überschneidungen der einzelnen Hinweise kommen kann.
Tipps für Computer‑ und Videospielnutzung von Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren
Orientierung beim Kauf an der Freigabe der USK
Das Gremium der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) begutachtet Spiele anhand der Darstellung des Spielgeschehens und ihres Inhalts und gibt dann verbindliche Altersempfehlung. Sie können demnach bedenkenlos Spiele kaufen, die mit dem Bild „Freigegeben ohne Altersbeschränkung gekennzeichnet sind.
Für dieses Alter eignen sich Malprogramme, Lernspiele und Kinderspiele
Überfordern Sie Ihr Kind nicht durch zu komplexe Inhalte, wie Geschicklichkeitsspiele oder kniffelige Knobelspiele. Spiele dieser Alterskategorie sollten stets Motivation bieten und auf die jeweilige Entwicklungsstufe des Kindes abgestimmt sein. Malprogramme, einfache „Klickspiele“ oder interaktive Geschichten mit Sprachausgabe sind hier genau richtig.
Spieldauer auf maximal eine halbe Stunde am Tag beschränken
Fachleute empfehlen, dass Kinder in dem Alter maximal eine halbe Stunde vor dem Computer verbringen sollten und das auch nur gemeinsam mit den Eltern, da die Kinder gegebenenfalls Unterstützung benötigen, um die Spielaufgaben bewältigen zu können.
Gemeinsam spielen
Eltern wird empfohlen, ihre Kinder während des Spielens von Videospielen zu beaufsichtigen oder auch gemeinsam mit ihnen zu spielen. Auf diese Weise erfahren Sie, welche Spiele Ihrem Kind am meisten Spaß machen und gewinnen selber einen Einblick. Sie können außerdem aktiv Hilfestellung geben, wenn es im Spiel mal schwieriger wird oder etwas vorgelesen werden muss.
Spielen fördert motorische Fähigkeiten
Es ist erwiesen, dass Computer‑ und Videospiele unter anderem die Reaktionsfähigkeit verbessern. Bei Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren können durch Computer‑ und Videospiele vor allem die Hand-Augen-Koordination und die Feinmotorik verbessert werden. Zu sehen, was auf dem Bildschirm passiert und die jeweilige Taste zu drücken, erfordert ein gewisses Maß an Geschicklichkeit. Auch das Ausmalen oder Nachzeichnen von Konturen fördern die motorischen Fähigkeiten des Kindes.
Tipps für Computer‑ und Videospielnutzung von Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren
Orientieren Sie sich beim Kauf von Spielen an der Freigabe der USK: „Freigegeben ohne Altersbeschränkung“ oder „Freigegeben ab 6 Jahren“
Spiele, die mit den beiden Kennzeichen versehen sind, können Sie bedenkenlos kaufen und Ihre Kinder spielen lassen. Vergleichen Sie dennoch immer die Interessen Ihres Kindes mit dem Spieleinhalt. Kein Kind möchte etwas spielen, nur weil es dem Alter angemessen erscheint – es soll auch Spaß machen.
Jump’n’Run‑, Renn‑ und Sportspiele, sowie einfache Simulationen und Rollenspiele
Diese Arten von Computer‑ und Videospielen sind von ihren Inhalten her unbedenklich. Die Komplexität dieser Spiele ist meist ohne Probleme von Kindern dieses Alters zu überschauen. Außerdem finden sich die Kinder oft in ihrem eigenen oder einem angestrebten Interessenfeld wieder.
Spieldauer sollte sich auf 45 bis 90 Minuten pro Tag beschränken
Die Angaben zur empfohlenen Spieldauer sind selten einheitlich. Während bei einigen Quellen eine Höchstdauer von 45 Minuten angegeben wird, sprechen sich andere Autoren für 60 bis 90 Minuten pro Tag aus. Da sich Kinder in diesem Alter ganz unterschiedlich entwickeln, müssen die Zeiten auf das eigene Kind individuell angepasst werden.
Reden Sie mit anderen Eltern über die Spiele
Da Ihr Kind möglicherweise auch bei Freunden spielt und sich das in der Regel außerhalb Ihres Einflussbereiches abspielt, sollten sie mit den jeweiligen Eltern absprechen, was dort gespielt wird.
Informieren Sie sich vor dem Kauf über neue Spiele und Trends
Es gibt viele Fachzeitschriften und Internetseiten zum Thema Computer‑ und Videospiele. Verschaffen Sie sich einen Überblick und lesen Sie die Empfehlungen der jeweiligen Tests. Dadurch können Sie Trends identifizieren und die Kaufentscheidung und Wünsche Ihres Kindes steuern beziehungsweise entscheidend mit beeinflussen.
Tipps für Computer-und Videospielnutzung von Kindern im Alter von 10 bis 13 Jahren
Orientieren Sie sich beim Kauf von Spielen an der Freigabe der USK: „Freigegeben ohne Altersbeschränkung“ oder „Freigegeben ab 6 Jahren“ oder „Freigegeben ab 12 Jahren“
Die USK untersucht Spiele auf deren Inhalte und gibt dementsprechend eine Altersempfehlung. Dabei berücksichtigt sie, inwiefern in dem Spiel gewalttätige und/oder pornographische Elemente enthalten sind. Spiele mit dem oben gezeigten Symbolen sind für diese Altersstufe geeignet. Trotzdem ist es gut, sich vorher über das Spiel zu informieren, um zu wissen, was Ihr Kind spielt.
Komplexere Simulationen, Strategie‑ und Rollenspiele geeignet
Ab zehn Jahren ist Ihr Kind bereits in der Lage komplexe Zusammenhänge zu verstehen und darauf zu reagieren. Daher können ab diesem Alter schon komplexere Simulationen, Strategie‑ und Rollenspiele gespielt werden. Das heißt nicht, dass ihr Kind auf diese Genres festgelegt werden soll, es kann natürlich auch Lernspiele, Sportspiele oder Rennspiele spielen – je nach Geschmack, Vorlieben und eigenen Fähigkeiten.
Spieldauer sollte sich auf zwei Stunden pro Tag beschränken Komplexere
Ab diesem Alter ist es vor allem enorm wichtig, dass man gemeinsam mit dem Kind klare Regeln definiert und Grenzen setzt. Als Richtwert kann man circa zwei Stunden Spielzeit pro Tag annehmen, die das Kind nicht überschreiten sollte. Außerdem sollte Ihr Kind immer wieder Pausen einlegen und Ausgleich schaffen, das heißt Sport treiben und generell auch an die frische Luft gehen.
Achten Sie auf das Spielverhalten aller Familienmitglieder
Falls mehrere Personen unterschiedlichen Alters spielen, sollten Sie sicherstellen, dass nur die jeweils freigegeben Spiele zu sehen sind. Denn oft kann es passieren, dass jüngere Geschwister genau das Spiel spielen wollen, das die große Schwester, der große Bruder oder ein Elternteil spielt, obwohl es nicht für Kinder und Jugendliche unter 16 (oder sogar 18) Jahren frei gegeben ist.
Achten Sie auf das Spielverhalten aller Familienmitglieder
Erkundigen Sie sich bei den Eltern der Freunde Ihres Kindes über die Spiele, die in deren Besitz sind bzw. die Ihr Kind und deren Freund/in spielen werden. Auch hierbei muss auf die USK-Alterskennzeichnung geachtet werden. Ob Sie Ihrem Kind die Teilnahme an einer LAN-Party gestatten, sollten Sie situationsbedingt und im Einzelfall entscheiden.
Bildquelle:
© Junial Enterprises – Fotolia.com





[...] sollte es umso wichtiger sein, dass Kinder nicht zu früh mit gewalthaltigen Inhalten in Berührung kommen, beispielsweise weil ein älteres Geschwisterkind solche Spiele spielt. Es gibt viele [...]