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30. November 2008 Print This Post

Dieser Sport begleitet ihn schon einen Großteil seines Lebens. Seit einigen Jahren gibt Gerald Köhler die Faszination am Fußball an viele PC-Spieler und Fans weiter. Er ist der Kopf des Entwicklerteams des derzeit erfolgreichsten und bekanntesten Managerspiels auf dem deutschen Markt, dem „Fussballmanager“ von Electronic Arts. Doch was zeichnet den erfolgreichen Entwickler und sein Spiel aus?

Der Fan als Manager

Jahr für Jahr ermöglicht der PC-Spielentwickler den Fans ihren Lieblingsverein zu trainieren oder einen neuen Fußballstar einzukaufen. Sie möchten mit ihrem Verein im internationalen Fußball-Geschäft mitmischen oder mit der aktuellen Bundesligamannschaft Siege feiern? Möglich wird dies erst virtuell. Transfermarkt, Stadionstruktur, Mannschaftsaufstellung und die Übersicht zu Einnahmen und Ausgaben, all dies gehört zu den Aufgaben des Managers. Nirgends sonst können die Fans überhaupt und so realistisch die Geschicke eines Vereins lenken.

Der Mensch Gerald Köhler

Er ist mit seinem Entwicklerteam von der Bright Future GmbH für die „Fussballmanager-Serie“ verantwortlich. Für den 39-Jährigen strahlte das Fußballgeschäft schon immer eine große Faszination aus. Bereits während seiner Schulzeit begann er zu programmieren und Spiele zu „designen“. Dabei entstand bereits Ende der Achtziger Jahre eine Fußballmanagersimulation „Kicker“. Bekannt wurden die Ergebnisse des studierten Betriebswirts allerdings erst durch die „Anstoss-Serie“, dem äußerst erfolgreichen Managerspiels der Neunziger Jahre. Dabei konnte Köhler sein Hobby zum Beruf machen und als kreativer Kopf seine Ideen in das Genre der Managersimulation einbringen. Er gilt in Deutschland als prägende Persönlichkeit dieser Sparte. Danach wechselte er im Jahr 2000 zu einem der größten Spielhersteller der Welt – Electronic Arts (EA). Zunächst entwickelte Köhler direkt für EA, bevor er sich 2006 mit der Bright Future GmbH selbstständig machte. Das Entwicklerstudio ist aber weiterhin eng mit EA verbunden und nutzt deren Kompetenzen.

Ein Spiel für alle?

Der „Fussballmanager“ hat inzwischen jährlich über eine Million Fans gefunden. Er wird ohne Altersbeschränkung der USK herausgegeben und ist auch bei jüngeren PC-Spielern sehr beliebt. Nicht ohne Grund wurde der 07er Manager mit der Giga Maus ausgezeichnet. Dieser Preis, ausgeschrieben vom Magazin „Eltern Family“, zeichnete das Spiel als das beste für Kinder ab zehn Jahre aus. Besonders die benutzerfreundliche Präsentation und die geistige Herausforderung des Spiels hob die Jury hervor. Gerald Köhler und sein Team zeigten sich erfreut: „Es ist großartig, ein Spiel zu entwickeln, das alle Altersklassen gleichermaßen fasziniert.“ Die Auszeichnung würde sie bestärken, künftige Fußball-Manager noch einsteigerfreundlicher zu gestalten.

Da das Spiel auch international vertrieben wird, gibt es unterschiedliche Voraussetzungen, was die Altersfreigabe betrifft. „Für die USA müssen zum Beispiel alle Texte mit Begriffen wie Blutgrätschen, ausgeschlagene Zähne, Platzwunden, Ellbogenschläge aus dem Textmodus entfernt werden“, beschreibt Köhler das Vorgehen zur Zulassung des Spiels. „Am Ende hat man dann das Gefühl, das ist ein Spiel mit USK 18 und schlimmer als jeder Shooter“, fügt er hinzu. Weiterhin sind die Kleinigkeiten, wie zum Beispiel gleichgeschlechtliche Beziehungen auch im 21. Jahrhundert in anderen Ländern ein Problem. Es gibt Länder, „da geht das gar nicht und es gibt andere, da verlieren wir damit automatisch die Kinderfreigabe und man darf den „Fussballmanager“ nur noch ab zwölf Jahren kaufen“, erläutert Köhler. Nichts desto trotz bleibt für ihn die Faszination Fußball erhalten, um auch in den nächsten Jahren junge und alte Fußballfans mit PC-Spielen zu versorgen.

Falk Henning

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