Weihnachtswunsch Computerspiel: Tipps für den Kauf

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12. Dezember 2011 Print This Post

Der Computerspiele-Markt boomt – besonders zur Weihnachtszeit. Auch in diesem Jahr stehen PC‑ und Videospiele auf dem Wunschzettel wieder ganz weit oben. Was Eltern beachten sollten, wenn sie ihren Kindern ein Spiel unter den Weihnachtsbaum legen möchten, hat medienbewusst.de für Sie zusammengefasst.

Es ist wohl kaum Zufall, dass gerade in der Vorweihnachtszeit zahlreiche neue Spiele, alte Helden mit neuen Abenteuern oder auch Fortsetzungen von Game-Klassikern in die Läden kommen. Darunter fallen große Namen wie Anno 2070 oder Need for speed: The run. Laut einer Forschungsumfrage von BITKOM sind die beliebtesten Genres der Deutschen Denk‑, Strategie‑ und Managementspiele. Nur bei den 14–19jährigen liegen Action-Games weiter vorne. Die Auswahl in den Läden ist groß, die Vorlieben sind verschieden und nicht jedes Spiel eignet sich für jedes Kind. Daher gilt es einige Aspekte beim Kauf von Computer‑ und Videospielen zu beachten:

Orientieren Sie sich an Alterskennzeichen

Ratsam ist es bei der Spieleverpackung auf die Alterskennzeichnung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) zu achten. Diese gibt die gesetzliche Altersfreigabe eines Spiels an. Eltern und Interessierte können sich zudem online über die verschiedenen Alterskennzeichen und Merkmale von Genres informieren, die für die unterschiedlichen Altersstufen geeignet sind. Allein ein Spiel nach der Kennzeichnung auszuwählen, reicht aber nicht immer aus. Schon im Vorfeld sollten Sie mit ihren Kindern reden, um deren Vorlieben und Interessen festzustellen. Zudem wissen Eltern selbst am besten, wie weit ihre Kinder entwickelt sind. Die Alterskennzeichnung bietet eine Orientierung, aber letztlich können Sie selbst viel eher einschätzen, mit welchen Inhalten ihre Kinder umgehen können – oder womit sie noch überfordert sein dürften.

Auch Lernspiele können Spaß machen

Wenn sich die Kleinen Videospiele wünschen, reagieren Erwachsene oft skeptisch. Manchmal fehlt ihnen das kindliche Verständnis dafür, dass bunte, scheinbar sinnlos über den Bildschirm hüpfende Figuren auch ohne Grund erfreuen können. Eine gern gesehene Alternative dazu bieten Spiele, die nicht nur Spaß machen, sondern auch einen Lerneffekt erzielen wollen. Dass dies sehr wohl zusammen passt, zeigt das Mathelernspiel Zweistein. Moderne Lernspiele binden Übungen in eine spannende Story ein. Dadurch bleibt der Spielspaß erhalten und Sie können mit gutem Gewissen ein PC-Spiel verschenken.
Informationen über die pädagogische Eignung von Spielen erhalten Sie auf dem Webportal der Bundeszentrale für politische Bildung: www.spielbar.de. Dort finden Sie eine umfangreiche Spiele-Liste mit Testberichten und Inhaltsbeschreibungen. Zusätzlich gibt es ausführliche Artikel zu Preisverleihungen und Spieleauszeichnungen. Diese Liste ist besonders hilfreich, wenn gezielt nach einem Spiel gesucht werden soll.

Achten Sie auf die Kompatibilität der Geräte

Aber nicht nur auf den Inhalt der Games ist zu achten, sondern auch auf die Anforderungen an die notwendige Hardware. Nicht jedes Spiel läuft auf jedem System. Wer vor dem Kauf einen Blick auf die eigenen Geräte wirft, vermeidet so eine spätere Enttäuschung, falls das neue Spiel nicht funktionieren sollte. Sie ersparen sich außerdem zusätzlichen Weihnachtsfrust, da in der Regel nur originalverpackte Spiele umgetauscht werden können.

Ältere Spiele sind die günstigere Alternative

Vor allem zur Weihnachtszeit kommen ständig neue Produkte auf den Markt und ob nun in Print oder TV, die Neuerscheinungen sind aus der Werbung kaum wegzudenken. Für viele erscheinen sie dadurch äußerst verlockend. Doch es müssen nicht immer die aktuellsten Games sein, denn gerade die schlagen sich unangenehm auf das Budget nieder. Spiele aus dem Vorjahr bekommt man hingegen oft zu günstigeren Preisen. Allerdings sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass sich die Herstellung von guten Computerspielen als besonders kostspielig gestaltet. Eine billigere Produktion ist jedoch meist weniger auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten. Sollten Sie Bedenken haben, ist es empfehlenswert sich im Fachhandel beraten zu lassen.

Kein Spielen ohne Regeln

Nachdem am Weihnachtsabend das langersehnte Spiel ausgepackt wurde, möchten es die meisten natürlich gleich ausprobieren. Hier gilt es Regeln aufzustellen: wann und wie lange darf gespielt werden? Wenn Sie Pausen festlegen, prüfen Sie vorher, ob der Spielstand gespeichert werden kann. Es ist gut möglich, dass sich der aktuelle Stand nur nach einem beendeten Level speichern lässt.

Zu guter Letzt noch ein Tipp: Wenn es einen Multiplayer-Modus gibt, spielen Sie mit! Erstens macht es gemeinsam noch mehr Spaß. Zweitens können Eltern auf diese Weise die verschiedenen Genres näher kennen lernen. Das hilft auch beim nächsten Kauf eines Computerspiels.

Melanie Henke

Bildquelle:
© Sharon Drummond – flickr.com

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