Download-Game Coloropus im Test

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17. Mai 2012 Print This Post

Eine bunte Unterwasserwelt, zwei kleine Tintenfische und die ganz große Liebe – die Story von Coloropus ist schnell erzählt. Aber reicht das aus, um ein unterhaltsames Spiel zu gestalten? medienbewusst.de hat das beliebte Download-Game für Sie getestet.


Story und Gameplay

Coloropus mit seiner Freundin

Im neuen Download-Game Coloropus ist ein gleichnamiger Tintenfisch die Hauptfigur. Zusammen mit seiner Freundin genießt er das Leben in der bunten Meereswelt. Doch eines Tages wird das Tintenfisch-Mädchen in einer Flasche gefangen genommen und entführt. Daraufhin macht Coloropus sich sofort auf den Weg, um seine Freundin zu befreien. Doch auf seinem Weg muss er zahlreiche Hindernisse überwinden. Dafür braucht er so manches Mal die Hilfe anderer Meeresbewohner. Allerdings muss er sich in einigen Situationen auch vor großen Fischen schützen, die kleine Tintenfische wie Coloropus auf ihrem Speiseplan haben.


Die Schildkröte hilft Coloropus

Coloropus ist ein klassisches Adventure-Game aus dem Studio Pigsels Media. Hier kommt es darauf an, Rätsel zu lösen. Damit das gelingt, ist oft logisches Denken erforderlich. Denn auch wenn das Spiel niedlich aussieht, ist es teilweise ziemlich kniffelig. Deswegen gibt es in einigen Levels Hilfe-Buttons, die dem Spieler anzeigen, was gemacht werden muss. In anderen Levels ist man hingegen auf sich allein gestellt. Zum Beispiel wird einerseits ein Hinweis gegeben, dass der Tintenfisch seine Farbe wechseln muss, um eine bestimmte Aktion ausführen zu können. Andererseits muss der Spieler selbst auf die Idee kommen, einen Stein so zu platzieren, das die Strömung verringert wird und der Tintenfisch weiter schwimmen kann.



Steuerung

Die Steuerung ist sicherlich die Schwachstelle des Spiels. Erstens kann der Spieler den Tintenfisch nur mit der Maus steuern. Zweitens ist die Steuerung sehr ungenau, wodurch der Spielfluss gehemmt wird. Dies ist besonders dann ärgerlich, wenn zahlreiche Versuche, mit einem Tintenstrahl Ziele anzupeilen, scheitern. Somit nehmen manche Aufgaben viel mehr Zeit in Anspruch als eigentlich notwendig wäre. Auf die Dauer ist das Problem der Positionierung nervenaufreibend. Aber wenigstens gibt es dabei keine Zeitbeschränkung. Trotzdem liegen Knobelspaß und Ungeduld hier eng beieinander.

Grafik und Sound

Die Grafik punktet durch die einfache, aber niedliche Darstellung der Tintenfische. Auch die an einen Comic erinnernde, bunte Unterwasserwelt passt hervorragend zu der Story. Somit ist Coloropus inhaltlich als auch graphisch eine willkommene Abwechslung zu den immer realistischer werdenden Grafiken von anderen PC-Spielen.
Des Weiteren kommt das Spiel sowohl ohne Schrift als auch ohne Sprache aus. Kommunikation erfolgt ausschließlich über gemalte Denkblasen. Auch sonstige Soundeffekte gibt es kaum. Nur leichte, eher eintönige Hintergrundmusik ist zu hören. Dazu eine Art Fantasiesprache des Oktopusses. Das hat wiederum den Vorteil, dass der Sound getrost abgestellt werden kann, ohne etwas zu verpassen.

Fazit

Coloropus ist ein gelungener Zeitvertreib für alle, die eher Gelegenheitsspieler als hartgesottene Zocker sind. Wer gerne Rätsel knackt, ist hier genau richtig. Der einzige Kritikpunkt ist die widerspenstige Steuerung. Aber wer hier Geduld beweist, wird dafür belohnt.
Trotz der kindlichen, fröhlichen Gestaltung ist das Spiel nicht für die ganz kleinen Kinder geeignet. Grund dafür ist die Notwendigkeit logisch zu Denken und Zusammenhänge zu erkennen. Eine offizielle Altersangabe gibt es jedoch nicht, da es sich um ein Download-Game handelt. Auf der Internetseite von Coloropus ist das kostenpflichtige Spiel als Windows‑, Mac‑ und Linux-Version erhältlich. Des Weiteren sind dort auch kostenlose Demo-Versionen zum Ausprobieren verfügbar.

Rating: ★★★★☆ 

Melanie Henke

Bildquellen:
© Coloropus

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