Nutzungstipps Digitale Spiele

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17. Juli 2013 Print This Post

Kinder beim Computer spielen

Die digitalen Spiele erobern mehr und mehr das Kinderzimmer. Neueste Trends und Möglichkeiten des Spielens überfluten quasi die Kinderwelt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Eltern den Überblick in diesem Gaming-Dschungel behalten. Im folgenden finden Sie einige Tipps unserer Redaktion für den Kauf und die Nutzung von Videospielen.

Tipps für den Kauf

Je nach Alter gibt es unterschiedliche Spiele, die empfohlen werden. Eine gute Orientierung vor dem Kauf eines neuen Videospiels bietet dabei die Einstufung des Gremiums der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Die USK begutachtet Spiele anhand der Darstellung des Spielgeschehens und ihres Inhalts und gibt anschließend verbindliche Altersempfehlungen. Diese Empfehlungen spalten sich in sechs verschiedene Kategorien auf:

• Freigabe ohne Altersbeschränkung
• Freigabe ab 6 Jahren
• Freigabe ab 12 Jahren
• Freigabe ab 16 Jahren
• Freigabe ab 18 Jahren

Spieldauer

Auch die Spieldauer, die einem Kind zu empfehlen ist, verändert sich je nach Altersstufe. Fachleute sind der Meinung, dass Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren maximal eine halbe Stunde vor dem Computer verbringen sollten. Dabei sollten sie gemeinsam mit den Eltern spielen, da die Kinder gegebenenfalls Unterstützung benötigen, um die Spielaufgaben bewältigen zu können.

Ab dem fünften Lebensjahr können Kinder mehr Zeit mit dem Computerspielen verbringen. Je nach der individuellen Entwicklung wird hier eine Zeit zwischen 45 und 90 Minuten pro Tag empfohlen.

Und auch im voranschreitenden Alter sollte die Nutzungsdauer geregelt sein. Eine maximale Nutzung von zwei Stunden am Tag ist hierbei zu empfehlen. Außerdem sollte Ihr Kind immer wieder Pausen einlegen und einen Ausgleich schaffen – das heißt Sport treiben und generell mehr Zeit an der frischen Luft verbringen.

Welches Genre?

Bei der Wahl des Genres ist es wichtig, dass das Game an die Fähigkeiten des Kindes angepasst ist. Überfordern Sie Ihr Kind nicht durch zu komplexe Inhalte, wie Geschicklichkeitsspiele oder kniffelige Knobelspiele im frühen Alter. Spiele für Kleinkinder sollten stets Motivation bieten und auf die jeweilige Entwicklungsstufe des Kindes abgestimmt sein. Malprogramme, einfache „Klickspiele“ oder interaktive Geschichten mit Sprachausgabe sind hier empfehlenswert.

Jump’n’Run‑ , Renn‑ und Sportspiele sowie einfache Simulationen und Rollenspiele sind Arten von Computer‑ und Videospielen. die sich erst für Kinder ab sechs Jahren lohnen. Die Komplexität dieser Spiele ist meist ohne Probleme von Kindern dieses Alters zu überschauen. Außerdem finden sich die Kinder oft in ihrem eigenen oder einem angestrebten Interessenfeld wieder.

Ab zehn Jahren ist Ihr Kind bereits in der Lage komplexe Zusammenhänge zu verstehen und darauf zu reagieren. Daher können ab diesem Alter schon komplexere Simulationen, Strategie und Rollenspiele gespielt werden. Das heißt nicht, dass ihr Kind auf diese Genres festgelegt werden soll, es kann natürlich auch Lern‑, Sport‑ oder Rennspiele spielen – je nach Geschmack, Vorlieben und eigenen Fähigkeiten.

Spielen mit Familie und Freunden

In größeren Familien ist es wichtig, dass darauf geachtet wird, welches Spiel von wem gespielt wird. Bei mehreren Personen unterschiedlichen Alters, sollten Sie sicherstellen, dass nur die jeweils freigegeben Spiele zur Verfügung stehen. Oft kann es passieren, dass jüngere Geschwister genau das Spiel spielen wollen, das die große Schwester, der große Bruder oder ein Elternteil spielt, obwohl es nicht für Kinder und Jugendliche unter 16 (oder sogar 18) Jahren freigegeben ist.

Dies gilt auch, wenn Ihr Kind Freunde besucht. Da sich das Spielen dort in der Regel außerhalb Ihres Einflussbereiches abspielt, sollten Sie mit den jeweiligen Eltern absprechen, was dort gespielt wird.

Trends und Neuerscheinungen

Es gibt viele Fachzeitschriften und Internetseiten zum Thema Computer und Videospiele. Verschaffen Sie sich einen Überblick und lesen Sie die Empfehlungen der jeweiligen Tests. Dadurch können Sie Trends identifizieren und die Kaufentscheidung und Wünsche Ihres Kindes steuern.

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