Dota 2: Ein digitales Massenphänomen genauer untersucht!

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27. April 2014 Print This Post

Sogenannte „MOBA“-Spiele (Multiplayer Online Battle Arena Games) sind ein neues Massenphänomen unter Jugendlichen und begeistern täglich Millionen von Spielern. Das größte Spiel dieser Art ist dabei zweifelslos League Of Legends welches monatlich bis zu 67 Millionen aktive User verzeichnet. Dieser beeindruckenden Zahlen muss sich League Of Legends mittlerweile aber einer starken Konkurrenz erwehren. An erster Stelle steht dabei Dota 2. Dieses wurde im Juli 2013 veröffentlicht und kann seitdem einen rasanten Anstieg der Spielerzahlen verbuchen. Medienbewusst hat sich Dota 2 genauer angeschaut und versucht den Hype zu erklären, den dieses Spiel erzeugt.

Dota 2 kann kostenlos heruntergeladen werden. Einzige Voraussetzung dafür ist die Installation des Programms Steam. Dieses ist die Vertriebsplattform des Softwareunternehmens Valve Corporation, welches Dota 2 entwickelt hat. Nach dem ersten Starten des Spiels werden dem Spieler zunächst die Grundlagen des Spiels in einem Tutorial erklärt. Im Grunde sind diese recht leicht zu erklären: Es stehen sich zwei gegnerische Teams gegenüber. Auf der einen Seite kämpfen die Radiants, die für Licht und Gerechtigkeit stehen, und auf der anderen Seite die Dire, die die Dunkelheit und das Böse verkörpern. Beide Teams bestehen aus 5 Spielern. Jeder Mitstreiter kontrolliert und befehligt einen Helden, den er sich vor Beginn der Partie aussuchen kann. Es gibt dabei eine sehr große Auswahl aus über 100 verschiedenen Helden, von denen jeder seine eigenen besonderen Fähigkeiten mitbringt. Bei diesem riesigen Angebot, fühlt sich ein Neuling erst einmal erschlagen. Eins ist jedoch direkt klar: Das Game bietet viel Abwechslung. Anfängern greift das Spiel dabei unter die Arme, indem es vorschlägt, welche Helden für einen Anfänger am besten geeignet sind.

Aller Anfang ist schwer

Bevor der Kampf losgehen kann, muss der Held noch ausgerüstet werden. Auf der Map von Dota 2 gibt es dafür mehrere Läden, an denen Spieler unzählige verschiedene Items kaufen können. Diese machen die Helden stärker und geben ihnen teilweise neue Fähigkeiten, die im Kampf den gewissen Unterschied ausmachen können. Die Gegenstände kosten viel Gold, das dem Spieler nur in äußerst begrenzter Menge zur Verfügung steht.
Nachdem der Held nun ausgerüstet ist, verteilen sich beide Teams auf der Karte. Es gibt 3 Wege und einen Dschungel auf jeder Seite. Die Wege sind mit einem Fluss miteinander verbunden, sodass ständiges Rotieren der Helden möglich ist. Beide Teams besitzen 3 Türme pro Weg die vorschnelle Offensivaktionen eindämmen können.
Das Ziel des Spiels ist es den gegnerischen Thron zu zerstören, der erst angegriffen werden kann, wenn die Türme auf dem Weg dorthin vernichtet wurden. Für jeden zerstörten Turm gibt es dabei eine Goldbelohnung. Auf allen drei Wegen kommen zudem in regelmäßigen Abständen die sogenannten Creep-Wellen. Die Creeps sind vom Computer gesteuert und laufen vom Thron beider Seiten los und greifen automatisch alles an. Sie sind damit quasi die Handlanger der Helden. Ziel am Anfang ist es möglichst viele Creeps zu erledigen, da sie dem Helden zusätzliches Gold verschaffen und Erfahrungspunkte einbringen. Die Erfahrungspunkte sind wichtig für den Helden, da er mit genügend Punkten ein Level aufsteigt. Insgesamt kann ein Held Level 25 erreichen und lernt bei jedem Levelaufstieg neue Fähigkeiten.

Woher kommt nun der Hype?

Für Neulinge ist das Spiel nicht leicht zu verstehen. Jeder Held spielt sich komplett verschieden und es kommt häufig zur Überforderung. Des Weiteren werden Mitspieler meistens schnell wütend, wenn jemand seinen Helden nicht beherrscht. Wer sich durch die harte Anfangsphase des Spiels kämpft, wird aber belohnt, denn jede Partie ist unterschiedlich und durch die große Auswahl an Helden und Items, kommt es immer wieder zu neuen Erlebnissen und taktischen Varianten. Zudem gibt es unzählige sinnvolle Symbiosen aus Helden, die einen immer wieder überraschen und auf dem falschen Fuß erwischen. Wer auf Teamplay und Taktik steht, ist bei Dota 2 genau richtig.

Rating: ★★★★☆ 

medienbewusst.de meint:
Das Spiel bietet Inhalt für viele Stunden Spielspaß. Wer die Herausforderung liebt und gerne im Team spielt sowie ein gewisses Maß an taktischem Verständnis mitbringt, wird eine Menge Spaß mit Dota 2 haben. Der große Nachteil ist die hohe Anfängerfeindlichkeit. Das Spiel ist kostenlos, sodass sich ein Blick auf jeden Fall lohnt. Wegen der hohen Ansprüche an den Spieler ist Dota 2 ab 12 Jahren geeignet.

Jan Kloft

Bildquellen:
© gamerheadlines.com

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