gamescom: Lohnt sich die Reise für Kinder und Jugendliche?

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19. August 2016 Print This Post

gamescom: Lohnt sich die Reise für Kinder und Jugendliche?Vom 18. bis zum 21. August begeben sich wieder viele Spielefreunde auf den Weg zur gamescom nach Köln. Ob das Event, das Jahr für Jahr mehrere hunderttausend Besucher anlockt, auch familienfreundlich ist, haben wir versucht herauszufinden.
 
Viele Kinder stehen eines Tages vor ihren Eltern und betteln sie an, mit ihnen oder gar ohne sie auf die gamescom gehen zu wollen. Auf der gamescom finden sich alljährlich die größten Videospielhersteller zusammen, um ihre neuen Spiele vorzustellen. Selbst stundenlange Schlangen halten die Begeisterten nicht ab, ihre meisterwarteten Spiele ein erstes Mal ausprobieren zu können. Zudem dient die Messe als Treffpunkt, um Gleichgesinnten zu begegnen oder bekannten Persönlichkeiten aus der Gaming-Szene einmal die Hand schütteln zu können. Die gamescom ist aber auch für laute Musik, übervolle Gänge und grelle Lichter bekannt. Demnach ist die Messe für Kleinkinder denkbar ungeeignet, zumal sie für die Kleinen nicht viel zu bieten hat. Für Kinder unter 12 Jahren ist die gamescom ebenfalls nur bedingt zu empfehlen, da sie lediglich in einer Messehalle für die Jüngeren ein Programm zur Verfügung stellt.
 
Alle Spiele, die von der USK eine Altersfreigabe ab 12, 16 oder 18 Jahren erhalten haben, können ausschließlich mit Bändchen, die das jeweilige Alter nachweisen, angespielt werden. Das altbekannte Problem, dass sich Minderjährige ein „ab 18“-Bändchen vom Boden aufheben und selbst anlegen, ist mittlerweile nicht mehr zu erkennen. Außerdem dürfen Spiele, die erst ab 16 oder 18 Jahren freigegeben sind, nur in einem blickdichten Raum gezeigt werden. Für Jugendschutz ist also gesorgt auf der gamescom.
 
In Halle 10.2 bietet die gamescom ein Programm für „Family & Friends“ an. Die Videospiele, wie beispielsweise Skylanders, FIFA oder Just Dance, sind hier fast Nebensache. Das Angebot an außergewöhnlichen Sportarten und Spielen ist vielfältig. Zusätzlich stehen u.a. die USK oder verschiedene Hochschulen für interessierte Besucher und deren Fragen bereit. Es gibt sogar einen abgegrenzten Bereich für kleinere Kinder. Auch wenn auf der Bühne die Lautstärke bei gratis verfügbaren T-Shirts in die Höhe steigt, ist es hier deutlich angenehmer als in den anderen Ausstellungshallen.
Die gamescom ist mit Sicherheit nicht die kinderfreundlichste Messe in Deutschland. Insbesondere vom Besuch mit Kleinkindern ist abzuraten. Jedoch wird etwas älteren Kindern sicher die Halle 10.2 gefallen, wohingegen Jugendliche ab 12 Jahren – je nach Ermessen entweder alleine oder in elterlicher Begleitung – alle für sie freigegebenen Hallen erkunden sollten.

 

Mirco Radtke

Bildquelle:
© gamescom/Koelnmesse

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