Löwenzähnchen bekommt einen neuen Sendeplatz

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17. Februar 2014 Print This Post

Löwenzähnchen startet mit einem neuen Sendeplatz in die 3. Staffel und wird von einer Morgen‑ zur Abendsendung. Ab dem 17. Februar ist der Ableger des Wissensmagazins Löwenzahn von 18.40 – 18:50 Uhr vor dem Sandmännchen bei KiKA zu sehen. medienbewusst.de hat sich mit Margrit Lenssen, der Teamleiterin der Redaktion Löwenzahn über das vergleichsweise junge Format Löwenzähnchen unterhalten…


Frau Lenssen, was erwartet die Zuschauer bei Löwenzähnchen?

Löwenzähnchen ist ein kurzes, auf Vorschulkinder zugeschnittenes Format. Jede Sendung dauert ca. 8,5 Minuten. Die große Hauptrolle darin spielt der schöne, kuschlige Berner Sennenhund Keks, der Begleiter von Fritz Fuchs, den die meisten Zuschauer bereits von Löwenzahn kennen. Das Konzept bei Löwenzähnchen ist – wenn Fritz Fuchs weg muss, Einkäufe erledigen oder Ähnliches und Hund Keks alleine ist, kann er plötzlich Gedankensprache. Keks geht auf Abenteuersuche und trifft jedes Mal ein anderes Tier, sodass er in jeder Folge ein kleines Miniabenteuer erlebt und dadurch das Tier näher kennenlernt. Das wiederum ist eingebettet in Realfilmteile und in Zeichentricksegmente, bei denen Keks mit dem Tier singt und Spass hat.


Können Sie uns einen kleinen Einblick in die Erlebniswelt der Hauptfigur Keks geben?

Am Anfang muss Herrchen erst einmal weg sein, sonst kann Keks nicht mit uns reden. Er kann nur reden, wenn keine Menschen dabei sind. Und während Herrchen denkt, er döst den ganzen Tag in der Hundehütte, hört Keks jedoch ein Geräusch, hört Stimmen oder Sachen, die einen Hund aufmerksam machen. Dabei wird er endlos neugierig und schaut, was da los ist und trifft beispielsweise am Tümpel einen Frosch, der Springen übt. Wenn Keks dabei beispielsweise den Frosch im ersten Moment nicht sieht, weil der so grün ist und sich im Schilf versteckt, kommt er dann mit ihm ins Gespräch über „Tarnung“. Keks schaut dann zu und oft ist es so, dass das Tier ein kleines Problem hat, bei dem Keks helfen kann. Wir hatten zum Beispiel eine Folge mit kleinen Katzen, die waren wo hinaufgeklettert und kamen nicht mehr herunter. Dann hat Keks einen Stock angeschleppt und die Kätzchen konnten wieder herunterkrabbeln. Wir versuchen immer auf bestimmte Eigenschaften einzugehen. Wenn wir z.B. auf den Forsch zurückkommen – der Frosch ist grün und tarnt sich somit. Daraufhin schlägt der Forsch Keks vor: „Du könntest dich doch auch mal tarnen!“. Dann taucht eine Gedankenblase auf, in der Keks total grün ist. Das sind so witzige Elemente, bei denen wir wissen, dass Kinder dabei eine besondere Aufmerksamkeit haben. In der Mitte gibt es dann ein gemeinsames Lied, dass Keks mit dem Tier singt. Bei dem Lied geht es dann auch nochmal um Eigenschaften und Besonderheiten des Tieres. Dann ist es Zeit, dass Keks zurücksaust und wenn dann sein Herrchen zurückkommt, liegt er ganz brav in der Hundehütte und Herrchen Fritz denkt, er war die ganze Zeit in seiner Hundehütte. Wir erzeugen also eine Komplizenschaft zwischen dem Hund und dem zuschauenden Kind, weil nur die wissen, was passiert ist und nur die Zuschauer wissen, dass inzwischen ein kleines Abenteuer überstanden wurde.

 

Welche Themen möchte Löwenzähnchen den jungen Zuschauern vermitteln?
Es geht immer um Tiere. Ein Tier, mit dem Keks interagiert. Es geht uns um eine ganz sanfte Heranführung an Naturthemen, sodass man gar nicht merkt, dass man was lernt. Auch darum, ein Gefühl für die Natur zu entwickeln, denn nur das, was man kennt, kann man auch schätzen und kann es nachher auch beschützen. Die Zuschauer sollen einen Blick auf die kleinen Dinge werfen, beispielsweise haben wir auch Ameisen, Schmetterlinge oder Regenwürmer in der Sendung. Es geht darum, die Kinder zu sensibilisieren und ihnen die Eigenschaften der Tiere näher zu bringen.


Wie bringt die Sendung den Kindern diese Themen näher?

Einerseits das Mitmachlied, bei dem es immer einen Teil gibt, in dem der Hund Keks im Fokus steht. Dieser Teil wiederholt sich in jeder Sendung. Dabei gibt es bestimmte Bewegungsabläufe, sodass es für kleine Kinder einen hohen Aufforderungscharakter hat. Man dreht sich einmal um sich selbst, man klatscht sich auf den Bauch, sodass die Kinder sich auch etwas vor dem Fernseher bewegen. Die Tiere machen dann teilweise auch bestimmte Bewegungen, die für diese Art von Tier typisch sind und singen in ganz einfachen Worten, was sie für Eigenschaften haben. Zum Beispiel der Biber, der stolz darauf ist, dass er der beste Nager aller Zeiten ist oder die Ameise, die sich freut, weil sie so schwere Sachen schleppen kann und den ganzen Tag unterwegs ist. Das Mitmachlied ist in Zeichentrick und bietet die Möglichkeit, die Dinge zu übertreiben, sodass das Ganze am Ende auch noch sehr lustig aussieht.

 

Löwenzähnchen geht nun schon in die 3. Staffel. Wie entstand damals die Idee, eine jüngere Version von Löwenzahn zu produzieren?
Wir wissen, dass wir bei Löwenzahn auch jüngere Zuschauer hatten, als die vorgesehene Altersgruppe. Wir dachten es ist schön, noch etwas Angemessenes für die Kleineren zu produzieren. Wenn die Kleineren Löwenzahn schauen, schadet ihnen das natürlich nicht, aber sie verstehen eben nicht immer alles. Die Geschichten bei Löwenzahn sind in den letzten Jahren auch immer komplexer geworden. Wir machen mittlerweile kleine Ermittlungsgeschichten, bei denen es auch mal sehr spannend wird. Daher haben wir gedacht, für die Kleinen brauchen wir was Lockeres, wobei sich die Kinder vorm Fernseher bewegen können. Löwenzahn steht ja für die Themen Natur, Umwelt und Technik. Bei Löwenzähnchen sollen Naturthemen auf eine angemessene Art und Weise dargestellt werden, die dem Entwicklungsstand der kognitiven und sozialen Fähigkeiten von kleinen Kindern entspricht.

 

medienbewusst.de bedankt sich bei Margrit Lenssen für das Interview und wünscht weiterhin viel Erfolg mit der Sendung.

Insgesamt 26 Folgen Löwenzähnchen (Redaktion Suse Kaupp) werden täglich von 18 : 40 – 18:50 Uhr vom 17.02. bis 14.03.2014 im KiKA ausgestrahlt. Weitere Folgen sind in Planung.

 

Nadja Müller

Bildquellen:
© ZDF/Zia Ziarno

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