Abwechslungsreicher Meinungsaustausch von Jugendlichen

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30. März 2015 Print This Post

Robin Hood rettet das KönigreichSeit dem 08. März 2015 läuft sonntagabends die neue Talksendung „Let’s Talk“ auf dem Fernsehsender KIKA. Nachdem dort die Jugendlichen in den beiden vorherigen Sendungen bereits über die Themen „Die große Liebe“ und „Anders sein oder dazugehören?“ diskutierten, ging es am 22. März um ein Thema, das neben Kindern und Jugendlichen auch sehr deren Eltern ansprach: „We are young – Jung sein ist super, jung sein kann nerven!“. Lebhaft wurde über Aspekte des Erwachsenwerdens sowie Freiheiten und Pflichten diskutiert, oft im Zusammenhang mit der Beziehung zu den eigenen Eltern.

In jeder der acht Folgen von „Let’s Talk“ geht es um Themen, die Kinder und vor allem Jugendliche sehr beschäftigen. An den Gesprächen nehmen jeweils Paul (16 Jahre), Louisa (16), Felix (15), Karla (14), Philipp (17) und Emily (14) teil.
Beim Thema „Jung sein ist super, jung sein kann nerven!“ debattiert die Gruppe viele interessante Aspekte. Emily beispielsweise würde gerne für immer jung bleiben, zumindest zwischen 20–23 Jahren, weil sie in diesem Alter ihr Aussehen am schönsten fände. Andererseits werden aber auch Vorteile des Älterwerdens angesprochen, wenn Jugendliche beispielsweise die Möglichkeit haben, auch einen Film zu schauen, der erst ab 16 Jahren freigegeben ist. Die Veränderung der Hobbys von Jugendlichen wird ebenso diskutiert wie Vor‑ und Nachteile einer ersten eigenen Wohnung.
Ein besonderes Augenmerk legt die Sendung auf Aspekte, welche die Beziehung zwischen den Jugendlichen und ihren Eltern betreffen. Zum einen geht es um Pflichten, wie beispielsweise das Zimmeraufräumen und den daraus resultierenden Streit, zum anderen aber auch um mögliche Freiheiten, die Eltern den Heranwachsenden gewähren sollten. Als wichtig sehen die Gesprächsteilnehmer dabei insbesondere das Vertrauen zu den Eltern an. Auch die Problematik, dass manche Eltern bemüht versuchen, jung zu wirken, wird diskutiert.
Während der gesamten Talkshow schaffen es die Jugendlichen überwiegend, ihren Standpunkt zu den Aspekten darzulegen und gut zu argumentieren. Oft streuen sie Beispiele aus ihrem eigenen Leben ein, viele jüngere Zuschauer werden sich dabei sicher wiedererkennen. Da bei der Talkshow kein Moderator mitwirkt, wird den Gesprächsteilnehmern genügend Freiraum geboten, um offen und lebhaft zu diskutieren. Kurze Zwischenfilme lockern einerseits die Sendung wieder auf und bringen andererseits neue Diskussionsaspekte in die Gesprächsrunde. Zusätzlich wird oft für ein paar Minuten mit einem jugendlichen Studiogast über das Thema geredet. Insgesamt entsteht so eine Sendung, in der eine Vielzahl von Meinungen und Standpunkten dargeboten wird, sodass die Zuschauer viel mit ihren eigenen Ansichten vergleichen oder eigene Meinungen entwickeln können. Gut ist hierbei auch der immerhin geringe Altersunterschied der Studiogäste zwischen 14 und 17 Jahren. Außerdem gibt es die Möglichkeit, selber online im Blog auf zdftivi.de mitdiskutieren und mit den Sendungsteilnehmern chatten zu können.

Rating: ★★★★★ 

medienbewusst.de meint:
Eine für Jugendliche sehr gut geeignete Sendung, um eigene Meinungen zu einem für sie spannenden Thema vergleichen und entwickeln zu können. Auch für Eltern und Pädagogen ist die Talkshow interessant, um zu erfahren, was die Heranwachsenden besonders bewegt. Der Diskussionsverlauf wirkt stets lebensecht und glaubhaft und die Diskussion ist insgesamt sehr lebhaft. Die Möglichkeit, nach der Sendung noch mitchatten zu können, ist eine gute zusätzliche Idee. Insgesamt sehr empfehlenswert.

Sebastian Driever

Bildquelle:
© kika.de

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