JIM-Studie 2016: Fernsehnutzung von Jugendlichen

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12. März 2017 Print This Post

JIM-Studie 2016: Fernsehnutzung von Jugendlichen Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest hat die Ergebnisse der diesjährigen JIM-Studie (Jugend, Information, Multimedia) veröffentlicht. Auch 2016 wurden wieder 1200 Jugendliche im Alter von 12–19 Jahren zu ihrem Medienumgang befragt.

Neben der Internetnutzung, dem Umgang mit dem Handy in der Schule und Anderem wurden Ergebnisse zur Fernsehnutzung der Jugendlichen gesammelt. Grundsätzlich nutzt fast die Hälfte der Befragten (46%) das Medium Fernseher täglich. 51 % der befragten Mädchen und 58 % der Jungen besitzen einen eigenen Fernseher.

Im Rahmen der Studie wurde auch nach der Vertrauenswürdigkeit von Medien gefragt. Die Tageszeitung steht dabei mit 41 % an erster Stelle, gefolgt vom Fernseher mit 24 %. Im Vergleich zu den Ergebnissen der letzten Jahre hat die Vertrauenswürdigkeit des Fernsehens abgenommen. Im Jahr 2005 waren es immerhin noch 28 %. Es wird oft von Eltern daran appelliert, mehr zu lesen statt fernzusehen. Laut der JIM-Studie 2016 lesen 38 % der Jugendlichen täglich. Hierbei unterscheiden sich die Lesegewohnheiten von Jungen und Mädchen. 46 % der weiblichen Befragten greifen täglich zu einem Buch, aber nur 30 % der Jungen lesen täglich.

Die Jugendlichen wurden weiterhin zu den Wegen der Fernsehnutzung der letzten 14 Tage befragt. Hier nutzen 95 % primär den stationären Fernseher, 22 % sehen über das Internet fern und 20 % über ihr Handy/Smartphone. Damit hat sich der Wert für das Handy als Weg der Fernsehnutzung in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt.

Bei der Frage nach dem Lieblingssender gaben 45 % den Unterhaltungssender Pro7 an, die Sender RTL, RTLNitro und ARD teilen sich den zweiten Platz mit jeweils 6 %. Zu den Lieblingssendungen konnten die Jugendlichen bis zu drei Angaben machen. Sitcoms/Comedys sind sowohl bei den Jungen mit 36 % als auch bei den Mädchen mit 32 % am beliebtesten. Hier wurden vor allem die Sendungen „How Ⅰ Met Your Mother“ und „Big Bang Theory“ genannt. Bei den Mädchen stehen Krimis an zweiter (26%) und Scripted Reality-Serien wie „Berlin Tag & Nacht“ an dritter Stelle (23%). Die befragten Jungen favorisieren als nächstes Comics/Zeichentrick-Serien (26%) und mit 18 % folgen dann Krimis und Wissensmagazine.

Insgesamt haben 64 % der Befragten schon einmal das Internet zum Fernsehen oder Anschauen von Serien benutzt. Das sind 17 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Die Möglichkeit, über das Internet fernzusehen, habe sich erst jetzt allmählich bei den Jugendlichen herumgesprochen.

Außerdem wurden die Jugendlichen zu den möglichen Wegen der Internetnutzung für Serien etc. befragt. Das Videoportal YouTube ist mit 47 % am beliebtesten, gefolgt von Netflix mit 29 %. Der Anteil der befragten Nutzer von Netflix hat sich damit im Vergleich zum vergangenen Jahr nahezu verdoppelt.

Zuletzt wurde nach dem Sendungsgenre in Mediatheken gefragt. Nach der Aussage „nutze ich zumindest regelmäßig“ schaut sich die Hälfte der Befragten bevorzugt Serien in Mediatheken an. 33 % der Mädchen schauen sich Castingshows an, 23 % der Jungen nutzen dieses Angebot ebenfalls. 43 % der Jungen und 22 % der Mädchen sehen sich Comedy-Serien in Mediatheken an. Sportsendungen werden von 36 % der Jungen und 10 % der Mädchen angesehen.

Hannah Oldenburg

Bildquelle:
www.mpfs.de

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