Das richtige Handy für mein Kind

30. November 2008 Print This Post

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Bei Kindern ist das Thema Handy ein Dauerbrenner – ob auf dem Schulhof oder beim Spielen. Handys sind nicht nur Verständigungsmittel, sondern stellen auch Spiel‑ und Lernmedium dar. Sie schaffen die Verbindung zu Eltern und Freunden, bieten gleichzeitig mehr Sicherheit und größere Freiräume. Aber welches Handy ist für Kinder das Richtige?

Viele Eltern kaufen ihren Kindern immer früher ein Handy, um ihren Nachwuchs auch unterwegs in der Schule oder bei Freunden erreichen zu können. Doch beim Kauf sollten Sie einige Punkte beachten, zum Beispiel Strahlungswerte und Kostenfallen, wie teure Abos und Hotlines. Um Sie bei der Handysuche ein wenig zu unterstützen, finden Sie hier einige ausgewählte Kinderhandys im Vergleich.

„iKids Mobil“  (für 3–5 Jahre)

Ortungsdienst: Mit dem Ortungsdienst „LifeService Kids“ wissen Sie auf einen Blick, wo Ihr Kind sich gerade befindet. Das „iKids“ Handy verwendet dabei aktuelle GPS-Technologie, welche auch eine Lokalisierung bei ausgeschaltetem Gerät ermöglicht – abhängig vom Ladezustand des Akkus und der gewählten Einstellung. GPS basiert auf Satelliten, die ständig ihre Position ausstrahlen. Dadurch ist es möglich, Ihr Kind im Notfall in einem Umkreis von 100 Metern zu orten. Somit wird der tägliche Schulweg, die Radtour mit Freunden oder die Ferienanlage sicher: Denn Sie legen den so genannten „grünen Bereich“ für Ihr Kind fest. Wird dann der grüne Bereich verlassen bzw. der rote Bereich betreten, werden Sie sofort von „LifeService“ benachrichtigt.

Familiennotruf: Weiterhin verfügt das iKids Handy über eine „Panik-Taste“, die dafür sorgt, dass Ihr Kind –wenn nötig‑ schnell und unkompliziert Hilfe rufen kann. Wird diese Taste gedrückt, werden nacheinander alle vier von Ihnen vorgespeicherten Nummern angerufen. Nimmt bei einer Nummer der Anrufbeantworter das Gespräch an, wird die Anrufkette nicht unterbrochen.

Qualität: Die Qualität der Verarbeitung des „iKids“ Handys ist sehr gut. Die Schnellwahltasten sind leicht zu bedienen und dazu bietet ein übersichtliches und einfaches Menü die Möglichkeit weitere Nummern aus dem Telefonbuch anzurufen. Das Design des „iKids“ gefällt vor allem kleineren Kindern, während es Schulkindern bereits zu sehr nach Spielzeug aussieht. Auch der Funktionsumfang trifft nicht ganz den Geschmack der Kids, da sowohl die Möglichkeit selbst SMS zu schreiben, ein MP3-Player und ein Farbdisplay fehlen.

Funktionen: Das „iKids“ Kinderhandy fällt zunächst durch sein verspieltes Design und das Tastenfeld mit den vier Schnellwahltasten auf. Die eigentliche Besonderheit steckt jedoch im Inneren. Eltern haben mit dem „iKids“ Kinderhandy vielfältige Kontrollfunktionen. Sie können bestimmen, welche Nummern ihr Kind anrufen darf und können sich sicher sein, dass keinerlei gefährliche Inhalte auf das Handy ihres Kindes gelangen. Ansonsten beschränken sich die Funktionen des „iKids“ auf Anrufen, Angerufen werden und SMS Empfangen. Darüber hinaus gibt es einige einfache Spiele auf dem Kinderhandy.

Fazit: Das „iKids“ Handy ist für Ihr Kind ein cooler Begleiter beim alltäglichen Abenteuer Kindheit. Dieses Handy wurde speziell für Kinder entwickelt, ist einfach zu bedienen und bietet eine sehr gute Kostenkontrolle. Als einziges Handy für Kinder beinhaltet das „iKids“ einen GPS Empfänger für die Satelliten Ortung. Allerdings verfügt der Akku nicht über die notwendige Kapazität für ein Handy mit GPS-Empfänger. Da der GPS-Empfänger sehr viel Strom benötigt, muss der Akku täglich geladen werden.

Rating: ★★★★☆ 

„Kiili Mobil“ (für 6–9 Jahre)

Ortungsdienst: Mit dem Ortungsdienst im „Kiili Mobil“ können Sie den Aufenthaltsort Ihrer Kinder jederzeit mit „TrackYourKid“ per Handy abfragen und erhalten somit eine sanfte und sichere Kontrollmöglichkeit. „TrackYourKid“ ist ein Handyortungssystem der neuesten Technologie, unter Berücksichtigung höchster Verfügbarkeit.

Familiennotruf: Der Familien(Not)ruf „Taste5“ löst eine Anrufkette aus, die parallel bis zu fünf Familienmitglieder anruft. Hilfeleistungen können dann per Konferenz abgesprochen und koordiniert werden.

Kostenkontrolle: Die „Kiili“ Maxime lautet: Kosten im Auge behalten und mobile Sicherheit im Lebensraum Ihrer Kinder gewährleisten. Denn mit der individuell einstellbaren Kostenkontrolle, kann je nach Bedarf eine Nummernsperre eingerichtet werden, um den Zugriff auf kostenpflichtige Rufnummern zu verhindern.

Qualität: Das „Kiili“ Kinderhandy ist ein einfaches Handy mit solider Qualität, welches sich zusätzlich durch einen sehr ausdauernden Akku auszeichnet. Der Anbieter stellt verschiedene Nokia-Modelle vor, wie zum Beispiel das Nokia 2310, Nokia 1208 oder Nokia 1650. Die Menüführung ist übersichtlich, wobei die Bedienung gerade für jüngere Kinder nicht optimal ist.

Funktionen: Die Funktionen des Kiili beschränken sich im Wesentlichen auf Telefonieren und SMS. Es ist ein Kinderhandy, das durch das Fehlen von Bluetooth und Infrarot, sowie den Verzicht auf mobiles Internet für Kinder ein gewisses Maß an Sicherheit bietet. Jedoch können Eltern bei diesem Telefon nicht festlegen, welche Rufnummern ihre Kinder anrufen dürfen. Ins Auge fällt außerdem der hohe Preisaufschlag, den der Anbieter gegenüber dem Nokia 2310 verlangt.

Fazit: In „Kiili Mobil“ sind alle zurzeit möglichen technischen Neuigkeiten zum mobilen Schutz Ihres Kindes umgesetzt worden. Bestehend aus den vier Bausteinen – dem Ortungsdienst, einem Familien(Not)ruf, Diebstahlschutz und Kostenkontrolle – vereint es alle Bedürfnisse mobiler Sicherheit und bringt Ihren Kindern trotzdem Spaß. Es ist ein solides, vom Funktionsumfang sehr einfach gehaltenes Handy.

Rating: ★★★★☆ 

„Kandy Mobile“ (für 10–13 Jahre)

Ortungsdienst: Mit der „Kandy Mobile“ Netzortung können Sie ihr Kind im Notfall jederzeit lokalisieren. Selbst wenn das Handy in der Schule ausgeschaltet wird, ist die Ortung noch möglich.

Eltern-Passwort: An Sicherheitsfunktionen und –einstellungen, mit denen Eltern ihre Kinder verantwortungsvoll an das mobile Telefonieren heranführen können, hat der Anbieter natürlich auch gedacht. So können Inhalte nur über die sichere USB-Verbindung mit dem Eltern-Passwort übertragen werden, sodass keine Gewaltvideos und –bilder auf das Handy gelangen können. Auch Klingelton-Abos, teure Hotlines oder das mobile Internet sind grundsätzlich gesperrt.

Familiennotruf: Das „Kandy Mobile“ verfügt des Weiteren über eine „SOS-Taste“, mit der die 112 direkt erreicht werden kann.

Unterhaltung: Ausgewählte, vorinstallierte Spiele sorgen lange für Unterhaltung und ermöglichen ein spielerisches Lernen. Dies wird zum einen durch den spannenden Mix aus Geschicklichkeit, Logik (z.B. Sudoku) und Entwicklung und zum anderen durch MP3-Vokabeltrainer und MP3-Hörbücher, die Wissen vermitteln, realisiert.

Qualität: Die Verarbeitung des Handys ist sehr gut. Jedoch stecken die eigentlichen Werte der Qualität im Inneren des „Kandy Mobile“. So ist die Menüführung und Benutzung ausgesprochen durchdacht gestaltet. Das „Kandy Mobile“ möchte Eltern die Möglichkeit geben, ihre Kinder behutsam an das Thema „erstes Handy“ heranzuführen. Eltern haben die Möglichkeit die Rufnummern festzulegen, die ihr Kind anrufen darf und können auch andere kritische Einstellungen am Gerät mit ihrem Eltern-Passwort kontrollieren. Dazu bietet das Handy durch das Fehlen von mobilem Internet, Bluetooth und Infrarot, Schutz vor gefährlichen Inhalten. Obwohl es nur für Kinder entwickelt und hergestellt wurde, sieht es auf den ersten Blick wie ein normales Handy für Erwachsene aus. Dahinter steht das Konzept gleichzeitig Kinder ernst zu nehmen und die Sicherheitsbedürfnisse der Eltern zu erfüllen.

Funktionen: Anrufe können sowohl über die Schnellwahltasten, als auch das Telefonbuch getätigt werden. Dabei erleichtert die Möglichkeit ein Bild mit den Telefonbucheinträgen zu hinterlegen gerade kleineren Kindern das Finden der richtigen Nummer. Ältere Kinder profitieren von dem bis zu 50 Einträgen dimensionierten Telefonbuch. Die SMS-Eingabe des „Kandy Mobile“ stellt eine weitere Besonderheit dar. Die Eingabe erfolgt nicht per T9, oder einem ähnlichen System, sondern wie beim Navigationssystem durch Eingabe von Wörtern Buchstabe für Buchstabe. Damit kommen auch Kinder, die noch dabei sind das Schreiben zu lernen, gut zu recht. Auf dem Handy sind vier altersgerechte Spiele vorinstalliert. Die Spiele bieten lang anhaltenden Spaß und insbesondere das Sudoku verbindet auf eine gute Art spielen und denken.

Fazit: Das in Deutschland entwickelte Kinderhandy „Kandy Mobile“  bietet Sicherheit und Spaß. Dieses Kinderhandy besticht durch sein modernes Design und einer cleveren, kinderleichten Bedienung.  Als erstes und bisher einziges Mobiltelefon, hat das „Kandy Mobile“ Handy den „Blauen Engel“ erhalten. Diese Auszeichnung wird für Handys nur vergeben, wenn ein Telefon über besonders niedrige Strahlungswerte verfügt und die verwendeten Materialien sicher und umweltfreundlich sind.

Rating: ★★★★★ 

Eigenschaften der vorgestellten Handymodelle auf einen Blick

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Claudia Werner

Bildquelle:
© Jaren Wicklund – Fotolia.com

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