Kinderleicht E-Mails schreiben

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27. Januar 2010 Print This Post

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Ein E-Mail-Anbieter ohne Spam, Viren oder andere unerwünschte E-Mails, kinderleicht und sicher – welcher Erwachsene wünscht sich das nicht? Für Kinder ist es schon seit fast vier Jahren mit Mail4Kidz möglich. Hierbei handelt es sich um einen der wenigen E-Mail-Anbieter im Netz, der speziell für Kinder entwickelt wurde.

Mail4Kidz richtet sich an Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, denen der Umgang mit dem Internet als Kommunikationsmedium erleichtert werden soll. E-Mails gehören für immer mehr Menschen zu einem wichtigen Bestandteil der Kommunikation und auch 15 Prozent der 6‑ bis 13-jährigen Kinder nutzen sie nach einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest aus dem Jahr 2008 mindestens einmal in der Woche, um mit ihren Freunden in Kontakt zu treten. Damit landete die E-Mail auf Platz fünf nach dem persönlichen Treffen, dem Telefonieren mit Festnetztelefon und Handy und dem Schreiben von SMS.

Viele kommerzielle E-Mail-Anbieter sind jedoch wenig kindgerecht, was die Bedienung, die Sicherheitsbestimmungen und die Werbeangebote oder Nachrichten angeht, welche auf der Seite ebenfalls zu finden sind. Dieser Mangel an kindgerechten Alternativen zu GMX & Co. führte im Winter 2005 zu der Idee von Mail4Kidz. Guido Adam, der Initiator und Sprecher des Projektes war damals Teilhaber der xperience-at-work GmbH und dort zuständig für die Kindersuchmaschine Milkmoon. „Wir hatten damals ein Forum bei Milkmoon, in dem die Kinder Fragen an Milkmoon stellen konnten. Eine immer wiederkehrende Frage war: „Wo bekomme ich eine E-Mail-Adresse?“. LinoMail, der E-Mail-Dienst von Geolino, hatte Ende 2004 seine Pforten geschlossen und wir waren der Meinung, dass wir den Kindern keinen damals existierenden E-Mail-Dienst wirklich empfehlen konnten. Hinzu kam, dass meine eigenen Kinder damals anfingen, das Internet kennenzulernen. Auch die brauchten eine E-Mail-Adresse“, erklärt Guido Adam. So entstand die Idee für Mail4Kidz. Heute wird das Projekt von Adam und einigen Verwandten und Freunden, die freiwillig mithelfen, getragen.

Das Besondere an Mail4Kidz ist: Nur Kinder haben Zugang zu der Kommunikationsplattform. Die Anmeldung erfolgt kostenlos. Notwendig für das Anmeldeverfahren ist die schriftliche Bestätigung der Eltern oder eines Lehrers. So soll sichergestellt werden, dass sich tatsächlich nur Kinder anmelden können. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist, dass E-Mails von anderen Anbietern nur empfangen werden können, wenn diese von Personen versandt wurden, die auf der Freundesliste des Kindes stehen. Aber auch Mails von Kindern, die bei Mail4Kidz angemeldet sind, können abgewehrt werden, wenn die E-Mail-Adresse auf der Sperrliste ist.

Die Nutzung des E-Mail-Dienstes, welcher sich durch Werbung finanziert, ist kostenlos. Hierbei handelt es sich jedoch um Werbung von anderen kinderfreundlichen Onlineangeboten. Für Eltern, die dennoch keine Werbung wünschen, besteht die Möglichkeit, die Werbung gegen die Zahlung eines Beitrags von zwei Euro pro Monat auszuschalten.

Neben der E-Mail-Funktion kann man auch Grußkarten verschicken oder Online-Spiele spielen. Außerdem besteht die Möglichkeit, neue Kontakte zu anderen Kindern zu knüpfen, die bei Mail4Kidz angemeldet sind. Dafür kann man auf einer Art Pinnwand Beiträge schreiben, auf die die anderen Kinder antworten können.

Auf die Frage, wie die Pläne für das Jahr 2010 aussehen, antwortete Adam: „Im März 2010 werden wir vier Jahre alt. Da wird es Zeit für ein neues Outfit. Im Laufe des restlichen Jahres werden wir Mail4Kidz um einige Funktionen erweitern. Welche das sein werden, verraten wir noch nicht.“ Wir dürfen gespannt sein.

Fazit: Alles in allem ist Mail4Kidz ein sinnvolles Projekt und die gelungene Umsetzung einer guten Idee. Bezüglich des Designs gibt es kleine Abstriche. Da hinter der Seite kein Verein steht, der den E-Mail-Dienst finanziell tragen würde, sondern einzelne Privatpersonen, ist es verständlich, dass sich die Seite durch Werbung finanziert.

Rating: ★★★★☆ 

Maria Samantha Schwarz

Bildquelle:
privat (Screenshot)
© Nerlich Images – Fotolia.com

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