Interaktiver Einstieg in die Welt des Computers mit „Milli Mauzz“

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5. März 2012 Print This Post

Altersgemäßes Spielen, Rechnen und Lernen im Internet – „Milli Mauzz“, Maskottchen des gleichnamigen Internetportals millimauzz.de, macht es möglich. Die Webseite richtet sich vor allem an Kindergartenkinder und Vorschulkinder und zeigt, was Kinder dieser Altersgruppe mit dem Computer so alles machen können ohne dabei die „reale Welt“ zu vergessen.

Mit einem „Hallo DU!“ begrüßt Milli Mauzz den Nutzer vor einem fröhlich-grünen Hintergrund und fordert zur Anmeldung beziehungsweise zum Einloggen auf. Denn Milli spielt gerne. Aber vorher sollte man noch die Eltern, die großen Geschwister, oder sonst jemanden dazu holen, der sich mit dem Internet auskennt.

Nach der Anmeldung fällt der Blick von oben auf eine Landkarte mit gelben und roten Punkten. Per Klick auf einen der Punkte beginnt ein Spiel oder sonstiges Abenteuer. Am Anfang kann man allerdings nur auf die gelben Punkte klicken, denn diese entsprechen dem ersten Leistungsniveau „Kindergarten“. Meistens schickt Milli den Nutzer mit einer Aufgabe erst einmal weg vom Computer.

Im Spiel „Viel Verkehr“ möchte Milli zum Beispiel, dass das Kind mit Mama oder Papa rausgeht und den Weg zur Schule, zum Bäcker oder eine andere wichtige Strecken abläuft. Dabei soll das Kind sich alle Straßen, Bäume und Geschäfte genau einprägen und fotografieren. Wieder zu Hause, stellt die Webseite eine ausdruckbare Bastelvorlage für die eigenständige Rekonstruktion des Weges zur Verfügung.

Der Computer ist kein Ersatz für die reale Welt

Recht früh wird klar, was das Internetportal auf keinen Fall erreichen will: dass der Computer zum Ersatz für die reale Welt wird. Deshalb sind die Aufgaben und Spiele so ausgelegt, dass der Nutzer den Computer immer wieder verlassen muss. Hinter dem Punkt mit dem Namen „Katzen-Zauberwald-Fangen“ versteckt sich beispielsweise eine Spielanleitung und dazu die Aufforderung, das Spiel mit Freunden auszuprobieren.

Bei dem Spiel „M wie Milli“ muss der Nutzer am Bildschirm verschiedenen Objekten ihre Anfangsbuchstaben zuordnen. Danach stellt Milli ein Alphabet zum ausdrucken bereit und der Nutzer soll in Zeitungen zu jedem der Anfangsbuchstaben ein passendes Bild finden und sich daraus ein eigenes Alphabet basteln.

Sollte das Kind eine Aufgabe ohne den Computer erfüllen, so stellt Milli Mauzz im Anschluss daran Fragen zu dieser Aufgabe. Bei einer richtigen Antwort erhält das Kind kleine Überraschungen, wie zum Beispiel Bastelvorlagen zum Ausdrucken. Ein Klick auf die kleine Karte führt schließlich wieder zurück zur großen Übersichtswelt.

Wurden alle Spiele und Basteleien im Bereich „Kindergarten“ gemeistert, so werden einige rote Punkte gelb und es eröffnen sich neue Abenteuer. Die Aufgaben sind dann schon etwas anspruchsvoller. Bei dem Spiel „Was kostet das?“ soll der Nutzer zum Beispiel einen richtigen Wert an Münzen auswählen. In einem anderen Spiel muss eine Pizza in die passende Anzahl Stücke geteilt werden. Bei diesen Spielen wird also das mathematische Verständnis geübt. Auch die Verkehrsregeln werden durch ein Spiel auf millimauzz.de eingeübt. Hier soll man verschiedensten Straßenschildern die richtigen Farben zuweisen. Gar nicht so leicht!

„Nicht alle Menschen nutzen das Internet für schöne Dinge!“

„Jedes Spiel und jede Aufgabe“, erklärt Milli Mauzz, „kannst du so oft wiederholen, wie deine Eltern erlauben“. Hier wird deutlich, dass immer eine Autoritätsperson – ob Eltern, Großeltern, große Geschwister,Tante oder Pädagoge – beim Kind bleiben soll, wenn es im Internet ist und es beim Vorlesen und Experimentieren unterstützen.

Außerhalb des internen Spielebereichs versucht die Webseite sogar, Kindern den Begriff „Internet“ näherzubringen. Milli Mauzz vergleicht das Internet mit einem großen Buch, das man nur über den Bildschirm anschauen kann und in dem jeder mitschreiben darf. Hier spricht das Maskottchen aber auch eine Warnung aus: „Nicht alle Menschen nutzen das Internet für schöne Dinge!“ Deshalb sollen die Kinder immer erst die Eltern fragen, bevor sie irgendwo darauf klicken oder wenn sie Name, E-Mail oder Adresse eintippen sollen.

Folglich werden die Eltern bei millimauzz.de auch stark bei der Anmeldung mit eingebunden. Das angelegte Profil ist nur für Eltern und Kind sichtbar. Gespeichert werden Nickname, E-Mail-Adresse und eine Übersicht, welche Aufgaben, Spiele und Abenteuer das Kind schon wie oft gemacht hat.

Links nach „draußen“ gibt es nicht

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass millimauzz.de Kindern zusammen mit einem Erwachsenen eine tolle Gelegenheit bietet, spielerisch zu lernen, mit Maus und Tastatur umzugehen und selber am Computer Dinge zu gestalten. Gedächtnisleistung, mathematisches Verständnis und Allgemeinwissen werden gefördert, ohne dabei den Blick für die reale Welt und soziale Kontakte zu verlieren. So wird das Kind zum Beispiel auch mal dazu aufgefordert, sein Zimmer aufzuräumen oder mit Freunden zu spielen. Auch die kindlich gehaltene, leicht verständliche Sprache der Webseite fällt positiv auf.

Alle Buttons und Funktionen werden genau erklärt. Außerdem sind die Spiele nach Schwierigkeitsgraden abgestuft. Obwohl die Webseite die Eigenständigkeit der Kinder fördert, wird gleichzeitig viel Wert auf eine Begleitung und Unterstützung durch Autoritätspersonen gelegt. Positiv im Sinne der Sicherheit im Netz fällt bei der Profilerstellung auf, dass genau erklärt wird, warum welche Daten angegeben werden müssen. Außerdem gibt es im internen, angemeldeten Bereich bisher noch keine Links nach „draußen“, die von millimauzz.de wegführen.

Ein negativer Aspekt zeigt sich bei den Texten der Webseite. Da nicht alle Erklärungen vertont wurden, sind Kinder, die noch nicht lesen können, auf ihre Eltern angewiesen.

Rating: ★★★★★ 

Wanda Kesel

Bildquelle:
© millimauzz.de

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