Ein sichereres Netz für Kinder durch Google

Artikel weiterempfehlen

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

7. April 2012 Print This Post

Wissen Sie, nach was Ihr Kind im Internet sucht? Und was noch viel wichtiger ist: Wissen Sie, was Ihr Kind dort findet? Wenn man Suchmaschinen nutzt, trifft man sehr leicht auf anstößige Inhalte ob bewusst oder unbewusst. Aber wie kann man diese Gefahr eindämmen?

Das Internet ist voller Inhalte, die für Kinder ungeeignet sind. Dazu gehören vor allem Internetseiten mit gewalttätigem und sexuellem Inhalt. Über Suchmaschinen gelangt man sehr einfach auf solche Seiten und das muss nicht einmal absichtlich geschehen. Ein zweideutiger Suchbegriff reicht bereits aus und schon landen Kinder möglicherweise auf Seiten, die ausschließlich für Erwachsene bestimmt sind.

Viele Eltern stellen sich die Frage, wie sie ihre Kinder vor solchen Inhalten schützen können, ohne ihnen beim Surfen andauernd über die Schulter schauen zu müssen. Google, die meistgenutzte Internetsuchmaschine in Deutschland, bietet mehrere Möglichkeiten und gibt nützliche Hinweise, wie Kinder im Netz sicher surfen können. Eine Lösung ist die z.B. die SafeSearch-Option von Google. Der Filter bietet die Möglichkeit, bestimmte Einstellungen vorzunehmen, sodass anstößige Inhalte in den Suchergebnissen nicht mehr auftauchen.

Verschiedene Sicherheitsstufen sollen das Netz filtern

Dabei können drei verschiedene Stufen ausgewählt werden: Ist die Filterung deaktiviert, werden keine Inhalte gefiltert. Die „moderate Einstellung“ filtert sexuell eindeutige Inhalte, jedoch keine Ergebnisse, die auf diese eindeutigen Inhalten verweisen könnten. Die „strikte Filterung“ entfernt zusätzlich auch solche Inhalte aus den Suchergebnissen. Damit Kinder die Filterung nicht beliebig ändern können, besteht die Möglichkeit, die Einstellungen zu sperren. Dazu ist allerdings ein Google-Konto erforderlich.

Auch YouTube, die Video-Webseite von Google, enthält einen sogenannten „Sicheren Modus“. Wenn dieser aktiviert ist, werden alle anstößigen Inhalte ausgeblendet. Die Einstellungen des Sicheren Modus befinden sich unten am Boden der Webseite. Google weist allerdings auch darauf hin, dass diese Funktion noch nicht zu 100 Prozent funktionsfähig ist. Weiterhin bietet Google die Möglichkeit, anstößige Videos und Suchergebnisse zu melden.

Kein Filter kann ein wachsames Auge über die Surfgewohnheiten ersetzen

Neben diesen technischen Maßnahmen hat YouTube praktische Tipps für Eltern und Pädagogen zusammengestellt, wie diese mit der Webseite umgehen sollen. Auch hat Google Eltern gefragt, die bei der Firma arbeiten, und ihre Hinweise für eine sichere Internetnutzung in Videoform bereitgestellt. Leider sind diese Videos nur in Englisch verfügbar, genauso wie das Family Safety Center, in dem Google seine Hinweise zur sicheren Internetnutzung bündelt.

Insgesamt versucht Google technische Maßnahmen und pädagogische Hinweise zu verbinden um das Netz ein wenig sicherer für Kinder zu machen. Besonders Filter haben dabei nicht nur Vor‑ sondern auch Nachteile. Zum einen kann der Filter nicht alle anstößigen Inhalte erkennen. Kein Filter kann ein wachsames Auge über die Surfgewohnheiten des Kindes ersetzen. Zum anderen kann es, vor allem bei der strikten Filterung passieren, dass auch Internetseiten frei von sexuellem oder anstößigem Inhalt in den Suchergebnissen nicht berücksichtigt werden. Google scheint in dieser Hinsicht lieber zu viel zu sperren als zu wenig. Bei den Nutzungshinweisen vernachlässigt Google die deutschen Nutzer ein wenig und setzt eher auf englische Inhalte.

Eric Kehler

Bildquelle:
© Google

Ähnliche Beiträge

Kommentare