Medienkompetenz – Kinder und ihr Umgang mit Medien

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20. November 2013 Print This Post

In einer sich stets weiterentwickelnden Medienlandschaft ist es besonders wichtig, die Kinder auf die Möglichkeiten aber auch Gefahren der neuen Medien hinzuweisen. Gerade bei Kindern ist Medienkompetenz ein wichtiges Thema, denn sie ist Kommunikationskompetenz und Handlungskompetenz zugleich. Um diese Kompetenzen zu fördern, hat die Bundesregierung verschiedene Initiativen ins Leben gerufen, die Ihnen medienbewusst.de in diesem Artikel vorstellen möchte.

Die Bundesregierung sagt, Medienkompetenz sei notwendig, um verantwortlich an gesellschaftlichen Prozessen in der Demokratie mitwirken zu können. Bernd Neumann, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), unterstützt diverse Initiativen, die sowohl klassischen Bereichen wie Print oder Kino entspringen, aber auch aus Bereichen der neuen Medien, wie dem Internet kommen.
Seit 2009 hat die Bundesregierung bereits 79 Internet-Projekte der Aktion „Ein Netz für Kinder“ mit über 5,5 Millionen Euro unterstützt, um für ein großes Angebot an kindgerechten Seiten zu sorgen. Die Aktion „Ein Netz für Kinder“ ist Partner der Aktionsgruppe „sicher online gehen“ mit der Bund, Länder und Wirtschaft, den Eltern bei der Medienerziehung der Kinder helfen wollen. Zweites Standbein der „Ein Netz für Kinder“- Initiative ist die speziell für Kinder entwickelte Suchmaschine „fragFINN.de“, ein geschützter Surfraum für 8–12 Jährige. Hier können sich die Kinder frei bewegen und weder sie, noch die Eltern, müssen Angst haben, dass ihre Kinder dabei auf für ihr Alter ungeeignete Seiten stoßen.
Neben der Förderung im Bereich des Internets, unterstützt die Bundesregierung auch Organisationen im Bereich der Printmedien. So wurde mit der „Nationalen Initiative Printmedien“, kurz NIP, eine Initiative ins Leben gerufen, die Kindern und Jugendlichen nicht nur die Bedeutung von gedruckten Medien für die Demokratie näher bringt, sondern auch die Werte von Meinungs‑ und Medienvielfalt vermittelt, denn Zeitungen spielen in der freiheitlichen Medienordnung in Deutschland als politische Leitmedien eine große Rolle. Die NIP organisiert seit 2009 jedes Jahr einen Schulwettbewerb, bei dem sich Schüler der Jahrgangsstufen 5–11 in Projekten intensiv mit Printmedien auseinandersetzen und Arbeiten zu einem vorgegebenen Thema einreichen.
Dass die Förderung der Medienkompetenz mit der schulischen Ausbildung verknüpft wird, zeigt sich nicht nur im Bereich der Printmedien, sondern auch im Kino. Die Bundesregierung fördert hier die Initiative „VISION KINO“. Die Organisation vermittelt Filmkompetenz für Kinder und Jugendliche. Durch Veranstaltungen wie die „SchulKinoWochen“ gehört sie mit 690.000 Teilnehmern zu den größten filmpädagogischen Projekten Europas. Die dort gezeigten Filme werden mit pädagogischem Material rund um die Story vor‑ und nachbereitet, um den Kindern und Jugendlichen auch hier die passende Medienkompetenz vermitteln zu können.
Medienkompetenz ist somit vielmehr als nur ein Schutz vor den Gefahren des Internets.
Medienkompetenz muss es in allen medialen Bereichen geben. Die Kinder müssen diese erlernen, um mit Medien richtig umzugehen. Hierbei sind auch die Eltern gefragt, die ihre Kinder weiterhin auf die Gefahren und Tücken des Internets vorbereiten müssen.

Patrick Eickhoff

Bildquelle:
© fragfinn.de
© ein-netz-fuer-kinder.de
© sicher-online-gehen.de

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