JIM-Studie 2016: Google ist Informationsquelle Nummer 1

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6. April 2017 Print This Post

jim-musik-grossIm heutigen Zeitalter greifen die Wenigsten noch auf Lexika oder Bücher zurück, wenn sie sich über ein bestimmtes Thema informieren wollen. Auch Nachrichten können mit nur einem Klick aufgerufen werden. Das Internet hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und kann mit seiner Flut an Informationen so gut wie jede ungeklärte Frage beantworten. Welche Rechercheplattformen Jugendliche zur Informationssuche nutzen zeigt die JIM-Studie 2016.

Seit 1998 erhebt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) die repräsentative „JIM“-Studie (Jugend, Information, (Multi)-Media). Für die aktuelle Studie 2016 wurden 1.200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren vom 24. Mai bis 31. Juli telefonisch befragt.

Am Beliebtesten ist die Suchmaschine Google. 87 % der Jugendlichen greifen mehrmals in der Woche darauf zurück, wenn sie sich informieren möchten. 58 % nutzen sie sogar täglich. Ob nur ein einzelnes Wort, ein kurzer Satzteil oder auch eine ganze Fragestellung, Google spuckt seitenweise Informationen dazu aus und hat für so gut wie jede Frage eine Antwort parat. Laut Google Trends sind Sonnenfinsternis, Pegida und Flugzeugabsturz die meist gesuchten Begriffe 2016.

Eine weitere Quelle zur Recherche bietet das Videoportal YouTube. 57 % der Jugendlichen nutzen es regelmäßig und 27 % täglich. Mit Hilfe von Videos kann man sich somit über ein bestimmtes Thema informieren. Sowohl Fragen rund um den Haushalt, Probleme bei Schulaufgaben oder Diskussionen politischer Themen werden hier geklärt.

Ein Drittel (36%) beziehen ihre Informationen und Nachrichten über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Durch die Schnelligkeit der Informationsverbreitung gelingt es durch diese unmittelbar auf den neusten Stand gebracht zu werden. Folgt man einem Nachrichtenkanal auf Facebook, erscheinen die News direkt auf der Startseite und man wird informiert, ohne selber recherchieren zu müssen.

Das Online-Lexika Wikipedia wird von 35 % der Jugendlichen in Anspruch genommen. Es stellt Artikel zur Verfügung, die zur Weiterverbreitung gedacht sind. Jeder kann dem Lexikon Einträge hinzufügen oder abändern. Derzeit steht Wikipedia auf Platz 5 der meistgesuchten Websites. Lediglich 20 % der 12–19-Jährigen greifen auf Zeitungen und 15 % auf Zeitschriften zurück. Damit beziehen nur noch ein Fünftel aller Jugendlichen ihre Informationen über die alten Medien.

Es lässt sich demnach zusammenfassen, dass das Web 2.0 besonders in Bezug auf die Informationssuche stark an Bedeutung gewonnen hat. Die JIM-Studie belegt, dass die Mehrheit aller Jugendlichen ihre Informationen über die neuen Medien, insbesondere über Google, gewinnt. Auch Videoportale und soziale Netzwerke stehen bei der Beschaffung von Informationen ganz weit oben und werden regelmäßig genutzt, während die alten Medien immer weiter in den Hintergrund rücken.

Lisa Luther

Bildquelle:

© www.mpfs.de

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