Kinderstar ohne Allüren

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30. März 2010 Print This Post

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Saoirse Ronan ist seit Februar in Peter Jacksons Bestsellerverfilmung „In meinem Himmel“ zu sehen. Mit gerade 15 Jahren hat die irische Schauspielerin schon viel erreicht: eine Oscar‑ und eine Golden Globe–Nominierung, um nur ein paar zu nennen. Mit ihrer neuen Rolle in Joe Wrights Film „Hanna“, der demnächst produziert wird, nimmt sie die nächste Stufe auf der Karriereleiter. medienbewusst.de stellt eine bemerkenswerte junge Frau vor, die schon bewiesen hat, dass sie das Zeug zum skandalfreien Kinderstar hat.

Saoirse ist gälisch und bedeutet „Freiheit“. Doch wenn man sich ihre bisherige Karriere genauer ansieht, bedeutet dieser Name vor allem eines: Erfolg. Die Tochter des irischen Schauspielers Paul Ronan sammelte schon in jungen Jahren erste Set-Erfahrungen, indem sie ihren Vater an den Arbeitsplatz begleitete. Dieser erkannte die Begeisterung, die sein einziges Kind für die Schauspielerei entwickelte, und schon im Alter von neun Jahren sollte sie zum ersten Mal selbst vor der Kamera stehen. Nach dem schauspielerischen Start in einer irischen Serie ließen die nächsten Rollen nicht lange auf sich warten. Als Filmtochter von Michelle Pfeiffer in „Hauptsache verliebt“ eroberte sie schließlich die Kinoleinwand und auch Hollywood wurde erstmals aufmerksam auf die Jungschauspielerin.

Ihren bisher größten Erfolg landete Saoirse mit Joe Wrights Romanverfilmung „Abbitte“, in der sie an der Seite von Hollywoodstars wie Keira Knightley spielte. Für ihre Rolle wurde sie unter anderen für den Golden Globe nominiert und zu den Academy Awards eingeladen, da sie in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ die Chance auf einen Oscar bekam. Damit überzeugte sie auch die letzten Kritiker von ihrem Talent. Aktuell hat sie in Peter Jacksons Film „In meinem Himmel“ eine schwierige Rolle angenommen. Sie spielt ein ermordetes Mädchen, dass vom Jenseits aus beobachtet, wie ihre Familie nach ihrem Tod den Alltag meistern muss.

Trotz des Ruhmes bleibt Saoirse Ronan auf dem Teppich: „Ich lebe auf dem Land in Irland, ich bin normalerweise umgeben von Kühen und Gras und Matsch“, sagte sie in einem Interview. So war es für sie eine unfassbar große Sache,  zu den Academy Awards eingeladen zu werden. Außerdem ist sie sich der Gefahr, die von der Berühmtheit ausgeht, durchaus bewusst: „Es gibt so viele Kinderschauspieler, mit denen es bergab gegangen ist, obwohl sie so großes Talent haben“. Nicht nur in der Wahl ihrer Rollen beweist sie also eine für dieses Alter untypische Reife, sondern auch im Umgang mit ihrem Erfolg. Von sich selbst sagt sie: „Ich habe eine alte Seele! Ich fühle mich oft irgendwie älter. Ich lese viel, ich schau keine Disney-Shows, ich hab Sachen geschaut, die eher für ein älteres Publikum sind“. Doch vor allem in ihrer Familie findet Saoirse im Umgang mit dem Showbusiness den nötigen Halt.

Nachdem die Dramatik von „Abbitte“ sie vollends davon überzeugte, dass sie „die Schauspielerei wirklich ernsthaft interessiert“, und sie die Arbeit in diesem Berufsfeld auch für später ins Auge fasste, kann man sogar noch mehr von ihr erwarten. Auch neben dem Schauspielern hat die junge Irin ehrgeizige Ziele: „Ich würde gerne auch mal Regie führen und eigene Drehbücher schreiben. Schauspielen allein reicht mir nicht, ich will mehr in den kreativen Prozess eingebunden sein, da hat man mehr Kontrolle“. Man darf also gespannt sein, was man in den nächsten Jahren von Saoirse Ronan hört. Eines ist jedoch klar: einer großartigen Schauspielkarriere steht derzeit nichts im Wege.

Joe Wright hat sie nach „Abbitte“ auch für seinen nächsten Film „Hanna“ verpflichtet. Diesmal in der Hauptrolle eines 14-jährigen Mädchens aus Osteuropa, welches von ihrem Vater zu einer kaltblütigen Killerin erzogen wird. Wiederum eine Herausforderung für den Jung-Star. Doch auch eine Chance ihr Talent erneut unter Beweis zu stellen und den nächsten Schritt auf der Karriereleiter zu tun.

Am 12. April feiert Saoirse ihren 16. Geburtstag und damit ihr 7-jähriges Filmjubiläum. medienbewusst.de gratuliert!

Juliane Möller

Bildquelle:
©
bubbleleh – flickr.com

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