Hanni & Nanni 2

Artikel weiterempfehlen

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

21. Mai 2012 Print This Post

Seit dem 17. Mai sind die Münster-Zwillinge im zweiten Teil von Hanni und Nanni wieder im Kino zu sehen. Nicht nur für Mädchen ein besonderes Filmerlebnis im Doppelpack.

Die Sommerferien sind vorbei und für Hanni (Sophia Münster) und Nanni (Jana Münster) beginnt ein neues Schuljahr im Internat Lindenhof. Doch die Direktorin muss für kurze Zeit ins Ausland und finanzielle Schwierigkeiten der Schule stürzen das Mädcheninternat ins Chaos: Auf dem Hockeyfeld weiden die Schafe und das Schloss wird zum Hühnerparadies. Außerdem soll unter den neuen Schülerinnen eine echte Prinzessin sein, was bei den Zwillingen und ihren Freunden für Aufregung sorgt.

Viel mehr Aufmerksamkeit erweckt jedoch der Mädchenschwarm Phillipe (Sven Gielnik) aus Paris, der seine Tante Mademoiselle Bertoux (Katharina Thalbach) besucht und nun ebenfalls auf dem Schloss lebt. Die Zwillinge erleben mit ihren neuen Freunden eine tolle Zeit, dabei ahnen sie nicht, dass bei ihren Eltern der Haussegen gehörig schief hängt und die neue Lehrerin nichts Gutes im Schilde führt.

Der Film unter der Regie von Julia von Heinz ist die lustige Fortsetzung des Zwillingsabenteuers von 2010. Mit viel Einfühlungsvermögen thematisiert von Heinz das sich verschlechternde Verhältnis der Eltern. Durch die Arbeitslosigkeit des Vaters steigert sich die Krise des Paares und führt schließlich zur Trennung. Zwar wird den Zuschauern ein Happy End geboten, allerdings ist dies nicht sehr realistisch.

Die vielen parallel laufenden Nebenstränge der Handlung könnten für kleine Kinder etwas verwirrend sein. Doch durch ebenso idyllische Szenen voller Ausgelassenheit entsteht hier eine schöne Auflösung, sodass die unbeschränkte Altersfreigabe durchaus berechtigt ist. Die Emotionen der Mädchen scheinen überzulaufen und die Überdramatisierung pubertärer Jugendlicher macht den Film für 9‑ bis 13-Jährige äußerst sehenswert. Zur Premiere am 6. Mai, im Rahmen des Goldenen Spatzen, waren die Zuschauer begeistert und auch der männliche Nachwuchs hatte nur Gutes über den Film zu sagen. Eben doch kein reiner Mädchenfilm, sondern eine schöne Geschichte über Freundschaft und Familie.


Rating: ★★★★☆ 

Gina Hoffmann

Bildquellen:
© 2011 Universal Pictures

Ähnliche Beiträge

Kommentare