„Natürlich leben“ – Schülerfilmfestival für die Natur

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13. Juni 2012 Print This Post

Naturschutz und Klimawandel liegen nicht nur in unseren Händen, sondern vor allem in denen der Kinder und Jugendlichen. Am 23. Juni findet das Gecko Kinderfilmfestival unter dem Motto „Natürlich leben“ in Berlin statt, welches sich genau diese Bereiche zum Schwerpunkt setzt. medienbewusst.de hat mit Heiko Martens von der Festivalleitung über das Projekt gesprochen.

 

Herr Martens, wie kam es denn zu der Idee für das Festival?

Das Festival wird organisiert von der Climate Media Factory, das ist ein Medienentwicklungslabor, das sich zur Aufgabe gemacht hat, die Themen des Klimawandels in möglichst innovative und unterhaltsame Medien zu verpacken. Wir haben festgestellt, dass wir bei der Entwicklung der Formate immer wieder auf die junge Generation abzielen. In diesem Rahmen haben wir uns gedacht: Was ist eigentlich der Status Quo? Wie werden im Film die Themen Klimawandel, Umwelt und Naturschutz transportiert? Um das zu Zeigen und auch einem größeren Publikum vorzustellen, wollen wir dieses Kinderfilmfestival Gecko veranstalten.

Heiko Martens

Heiko Martens

Nach welchen Kriterien werden die Filme dann ausgesucht?

Wir haben eine Sichtungskommission, die der Jury vorgeschaltet ist. Was für uns immer besonders spannend ist, dass man zwischen dem reinen Unterhaltungsaspekt und der reinen Informationsvermittlung immer versucht, eine gute Mitte zu finden. Wenn die Filme unterhaltsam sind und gleichzeitig noch die richtigen Fakten transportieren, dann kommen sie für den Gecko auf jeden Fall in Betracht.

Sie haben auch eine Kategorie „Kleiner Gecko“, die bis sechs Jahren geht, das ist ja relativ jung, was versprechen Sie sich von den Filmen?

Also da legen Sie gleich den Finger in eine kleine Wunde, weil wir in diesem Bereich definitiv fast keinen Rücklauf haben. Ich weiß aus meiner Tätigkeit neben der Climate Media Factory im Kinderfilmbereich, dass Kinder in dem Alter auf jeden Fall schon Filme machen, nicht immer alleine, sondern mit Hilfe ihrer Eltern oder auch im schulischen Kontext. Zum Themenbereich, den wir mit dem Gecko ansprechen, sind allerdings offenbar recht wenige Filme vorhanden.

Sie haben drei Kategorien, den „kleinen Gecko“ den „Gecko High School“ und den „großen Gecko“, wie ist der Zulauf der Filmemacher bei den einzelnen Kategorien bzw. welche Tendenzen zeichnen sich ab?

Wie bereits angesprochen, wird der „Kleine Gecko“ vermutlich wegfallen, mangels Einreichungen. Wir haben auf Grund des dadurch freigewordenen Programmfensters aber die Möglichkeit, noch eine dritte Kategorie neu ins Programm zu nehmen. Wir hatten ursprünglich gedacht, nur Filme von Kindern und Jugendlichen anzunehmen. Eine weitere Voraussetzung war, dass diese Filme bisher auch noch nicht kommerziell ausgewertet wurden. Wir haben uns jetzt dazu entschlossen, auch Filme zu zeigen, auf die diese Voraussetzungen nicht zwingend zutreffen. Wir haben also jetzt auch Filme, die sich an ein kindliches oder jugendliches Publikum richten, aber von älteren Filmemachern gemacht wurden, und wir haben auch einige kurze Beiträge, die bereits im Fernsehen und/oder auf DVD ausgewertet wurden.

medienbewusst.de bedankt sich bei Herr Martens für das Interview und wünscht weiterhin viel Erfolg.

Gina Hoffmann

Bildquellen:
© Heiko Martens
© Gecko Kinderfilmfestival

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