Ein besonderer Kinofilm: Auf Augenhöhe

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29. September 2016 Print This Post

Ein besonderer Kinofilm: Auf Augenhöhe Der im September 2015 gedrehte Film „Auf Augenhöhe“ kam etwa ein Jahr später, nämlich am 15. September 2016 in die deutschen Kinos. Er handelt von dem zehnjährigen Michi (Luis Vorbach), der nach dem Tod seiner alleinerziehenden Mutter in ein Kinderheim ziehen muss. Dort muss er sich tagtäglich gegen die älteren Jungs behaupten und wünscht sich nichts sehnlicher, als ein Mitglied einer richtigen Familie zu sein.

Eines Tages gelangt Michi durch Zufall an die Adresse seines leiblichen Vaters und freut sich so sehr, dass er den anderen Kindern stolz davon erzählt. In seinen Vorstellungen ist sein Vater nämlich ein starker, großer Mann, der sich unglaublich freut, Michi kennenzulernen. Schließlich schreibt er seinem Vater einen Brief, jedoch erwartet ihn daraufhin eine große Überraschung: Michi stellt schockiert fest, dass sein Vater Tom (Jordan Prentice) keineswegs seinen Vorstellungen von einem großen und starken Superheld entspricht – Tom ist nämlich kleinwüchsig. Michi ist entsetzt und schämt sich für die Größe seines Vaters, die Begegnung wieder rückgängig machen kann er allerdings auch nicht. Vater Tom wiederrum ist enttäuscht über die abweisende Reaktion seines Sohnes. Trotzdem besucht er Michi im Kinderheim, woraufhin die anderen Kinder anfangen den Jungen zu hänseln und ihn damit aufziehen, einen kleinwüchsigen Vater zu haben. Finden Vater und Sohn letztendlich doch zueinander, oder werden sich die zwei auseinanderleben?

Der ab sechs Jahren freigegebene Film erzählt eine mit Emotionen bepackte Geschichte von Vater und Sohn. Michi hat sich anfangs sehr gefreut, endlich eine Familie gefunden zu haben, seine Freude und Hoffnungen nehmen aber nach der ersten Begegnung schnell ein Ende. Tom wird unerwartet Vater, wird aber von seinem Sohn wegen oberflächlicher Gründe abgelehnt. Thematisiert werden hauptsächlich eben jene Oberflächlichkeit, das Gefühl von Ablehnung, Hänseleien und der Einfluss von Außenstehenden. Es ist interessant, die sich im Laufe des Films verändernde Beziehung und das wachsende Verständnis zueinander mitanzusehen.

Die Kameraführung zeigt sich in dem Film kreativ und befindet sich die meiste Zeit auf der Augenhöhe der beiden Hauptdarsteller. Diese Perspektive erleichtert den Zusehern außerdem die Möglichkeit, sich in die Charaktere hinein zu fühlen oder Empathie aufzubauen.

Rating: ★★★★☆ 

medienbewusst.de meint: Mit dem Film können sich gewiss viele Kinder identifizieren, da diese sich oft für das Auftreten oder Verhalten der eigenen Eltern schämen und deswegen auch mal unfair verhalten können. Ebenso dürfte natürlich auch den Eltern diese Problematik bekannt vorkommen, weshalb auch für sie der Film sehenswert ist.

Gizem Aciöz

Bildquelle:
http://www.jugend-filmjury.com/uploads/fbwdb_film/gallery/85⁄189ae363a63fd456110ce1330c6c14119dcfb8dc.jpg

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