Arbeit im Sinne der Kinder – Das Institut für Medienpädagogik

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27. April 2009 Print This Post

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Im Jahr 1949 noch als kleiner Arbeitskreis Jugend und Film e.V. im pädagogischen Seminar der Universität München gegründet, etablierte sich im Lauf von sechzig Jahren ein eigenständiges Institut: Das Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (auch JFF genannt). Nach mehrmaligen Umbenennungen erhielt es den heutigen Namen anlässlich der fünfzig Jahrfeier im Jahr 1999.

Die Arbeit der JFF?
Das in München ortsansässige Institut für Medienpädagogik stellt die Kinder und deren Umgang mit Medien in den Mittelpunkt. Denn in einer Zeit in der Medien eine der umfassendsten Rollen im jungen Leben des Nachwuchses spielt, sind Forschungen in diesem Bereich unabdingbar. Die Ergebnisse zeigen deshalb nicht nur die Entwicklungen auf, sondern werden auch als Basis für die Erziehung unserer Kinder genutzt. Sie gehen als Modelle in die Kultur‑ und Bildungsarbeit mit ein. Aber auch die „andere Seite“, die Praxis selbst, dient dem Institut zur Ausarbeitung von neuen Studien oder Ansätzen. Den Forschungsschwerpunkt legt das Institut auf Medienkonvergenz-Studien. Diese behandeln die medialen Kontexte sowie realen Lebensbedingungen und inwiefern diese Auskunft für medienübergreifende Vorlieben, Tätigkeiten und Interessen von Kindern und Jugendlichen geben. Ein weiterer wichtiger Punkt der Arbeit des JFF sind Veranstaltungen, Fachtagungen und Workshops. Hierbei sollen die Ergebnisse der Forschung vermittelt werden. Außerdem wird durch diverse Festivals Kindern und Jugendlichen eine Plattform geboten, an der sie ihre eigenen Werke und Arbeiten vorstellen können-seien es Handyvideos oder kleine Präsentationen.

Die Strukturen
Das JFF wird von drei regionalen Einrichtungen hinsichtlich der strukturellen Organisation getragen. Dazu gehören zum einen das Medienzentrum München, außerdem die Medienstelle von Augsburg und zu guter letzt Fachberater/innen für Medienpädagogik. Während sich die ersten beiden Vereinigungen vor allem um die Jugendarbeit der jeweiligen Stadt kümmern, sind die Fachberater sozusagen die Außenstelle der medienpraktischen Arbeit. Des Weiteren bestehen Kooperationen zum Beispiel zu dem Bayerischen Jugendring, dem Institut Jugend Film Fernsehen Berlin-Brandenburg und der Professur für Medienpädagogik und Weiterbildung an der Universität Leipzig. Das Kuratorium, 1997 von dem Präsidenten der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien gegründet, unterstützt und berät das JFF. Ihm gehören neben dem Präsidenten Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring der Intendant des ZDF, Prof. Schäfer, der Chefredakteur des Fokus, Helmut Markwort, und der Oberbürgermeister von München, Christian Ude, an.

Alles in allem ist das Institut also ein Verbindungsglied zwischen der Praxis und der Forschung. Seine Aufgabe ist die Unterstützung und Beratung von Eltern, Pädagogen und Kindern hinsichtlich des heutigen medial geprägten Lebens und der Erziehung im Spannungsfeld der Medien im Allgemeinen.

Annegret Jähn

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