Kindertag-Special: „Die Siedler von Catan – ein Strategiespiel für Groß und Klein“

Artikel weiterempfehlen

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

1. Juni 2015 Print This Post

 „Unser Sandmännchen“ – auch mobil anschauen!“Ein Brettspiel mit Suchtgefahr, das durch viele liebevoll gestaltete Details besticht. Eine schöne Alternative für den üblichen Fernsehabend oder als App für lange Wartezeiten.

Karolin Wieczorek
Julia Wesch

Die Siedler von Catan wurde bereits 1995 von Klaus Teuber entwickelt und feiert somit dieses Jahr sein 20igstes Jubiläum. Doch wer denkt, das Spiel wäre mittlerweile veraltet, der irrt. Dank zahlreichen Erweiterungen und verschiedenen Szenarien hat sich das Spiel geradezu eine Fangemeinde aufgebaut. Zu dieser zählen jedoch nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene. Da der Spielverlauf zum Teil dem Zufall unterworfen ist, kann es durchaus auch passieren, dass der blutige Anfänger beim ersten Spiel den jahrelangen Profi schlägt – das ist wohl auch das Reizvolle an dem Spiel.
Der Spielaufbau gestaltet sich folgendermaßen: Aus mit Pappe verstärktem, 6-eckigen Spielkarten wird eine zufällige Landschaft aus Wald, Wiese, Feld, Lehmgrube und Steinbruch gebaut. In der Mitte befindet sich eine Wüsten-Spielkarte. Umschlossen wird der Spielaufbau vom Meer und angrenzenden Häfen. Auf der Landschaft werden ebenfalls zufällig Zahlenchips von 2 bis 12 verteilt. Dabei werden die Zahlen 3 bis 11 doppelt verteilt.
Ziel ist es, durch Häuser, Städte, Straßen und mit zusätzlichen Siegpunktkarten möglichst viele Punkte zu erreichen. So bekommt man für ein Haus einen Siegpunkt, für eine Stadt sogar 2 Siegpunkte. Aufbessern kann man diese durch die längste Handelsstraße oder die größte Rittermacht.
Die Rohstoffe zum Bau dieser Gebäude bekommt man im Spielverlauf. So setzt man ein Haus auf ein Kreuz, an das drei Landschaftskarten grenzen. Vor jedem Spielzug muss ein jeder Mitspieler mit 2 Würfeln eine Zahl würfeln. Ergeben die beiden Würfel in der Summe die Zahl des sich auf der Landschaftskarte befindenden Zahlenchips, bekommt jeder Spieler von der Landschaftskarte einen Rohstoff – wenn ein Haus oder eine Stadt an der Landschaftskarte gebaut wurde. Steht das Haus also an einem Steinbruch mit dem Zahlenchip 3 und es wird eine 3 gewürfelt, bekommt der Spieler den Rohstoff Erz. Sitzt der jeweilige Spieler mit einer Stadt am selben Punkt, bekommt er 2 Rohstoffe.
Die Wüste in der Mitte des Spiels bekommt keinen Zahlenchip und gibt auch keine Rohstoffe. Dafür steht in ihr der Räuber, der versetzt wird, wenn eine 7 gewürfelt wird. Der Räuber darf vom würfelnden Spieler auf eine Landschaftskarte seiner Wahl versetzt werden. Die Landschaftskarte mit zugehörigem Zahlenchip wird dann blockiert. Das heißt auch wenn die Zahl gewürfelt wird, bekommen die ansitzenden Spieler keine Rohstoffe. Der Räuber kann außerdem durch Ritterkarten versetzt werden. Diese erhält man neben Siegpunktkarten und andern Vorteilskarten durch den Kauf von so genannten Ereigniskarten.
Auch wenn das am Anfang recht kompliziert klingt, versteht man das Spiel innerhalb von wenigen Spielzügen. Damit das Spiel auch nach 20 Jahren nicht langweilig wird, gibt es zahlreiche Erweiterungen. Durch diese kann das Spiel unter anderem von 4 Spielern auf 6 Spieler aufgestockt werden.
Eine andere Variation ist die „Seefahrer-Erweiterung“. Bei dieser werden in das Meer noch Rohstoffinseln eingebaut. Mit Schiffen kann man dann zu diesen fahren und sie erobern.
Des Weiteren gibt es noch die „Städte und Ritter“, die „Händler und Barbaren“ und die „Entdecker und Piraten“ Erweiterungen.
Außerdem gibt es mittlerweile eine kostenpflichtige App für das Smartphone. In dieser kann online gegen andere reale Personen oder offline gegen fiktive Gegner gespielt werden. Es kann zwischen mehreren verschiedenen Landschaften frei wählen oder unterschiedliche Szenarien spielen, sodass auch dort das Spielen nie langweilig wird. Außerdem gibt es noch Erweiterungen für die App. Auch wenn es zu den eher teureren Spielen im App-Store zählt, lohnt sich die Investition definitiv. Das Spiel ist gut mit dem Handy zu bedienen und lässt auch stundenlanges Warten wie im Flug vergehen.
Die Altersempfehlung ist auf 10 Jahre festgesetzt und die Spielzeit wird mit 45–90 Minuten angegeben. Das ist jedoch nur eine ungefähre Spielzeitangabe. Wenn die Karten gut verteilt sind und alle mit viel Taktik gegeneinander spielen, kann das Spiel durchaus auch zwei Stunden andauern.

Rating: ★★★★★ 

Unsere Redakteurin meint:
„Ich spiele dieses Spiel schon seit vielen Jahren und finde es nie langweilig. Die App ist mit allen Erweiterungen auf meinem Handy installiert und ist meine Lieblingsablenkung bei längeren Wartezeiten. Egal ob man mit den Eltern, den kleinen Cousins oder der WG spielt – Spaß und gute Laune ist garantiert. .

Karolin Wieczorek

Bildquelle:
© Copyright Bilder Kosmos-Verlag

Ähnliche Beiträge

Kommentare