Ein Hauch von Hollywood in Erfurt

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11. Juni 2015 Print This Post

Ein Hauch von Hollywood in ErfurtAls krönender Abschluss des 23. Kinder-Medien-Festivals fand am vergangenen Freitag, den 5. Juni 2015, die Preisverleihung statt, bei der sowohl die Kinder‑ als auch die Fachjury des MDR Rundfunkrates ihre Gewinner bekannt gaben. Wer die Gewinner sind und was diese Veranstaltung zu etwas ganz Besonderem gemacht hat, wollen wir nun genauer beleuchten.

Als krönender Abschluss des 23. Kinder-Medien-Festivals fand am vergangenen Freitag, den 5. Juni 2015, die Preisverleihung statt, bei der sowohl die Kinder‑ als auch die Fachjury des MDR Rundfunkrates ihre Gewinner bekannt gaben. Wer die Gewinner sind und was diese Veranstaltung zu etwas ganz Besonderem gemacht hat, wollten wir nun genauer beleuchten.

Zur Eröffnung stimmte die Live-Band „Crazy Sunglasses“ mit dem Klassiker „Respect“ von Aretha Franklin das Publikum auf einen Nachmittag voller Spaß, Freude und guter Laune ein. Anschließend begrüßte Festivalleiterin Margret Albers in eleganter Abendrobe das Publikum. Sie blickte zurück auf eine Woche voller „großer Gefühle“ und sprach, angelehnt an den Eröffnungssong, ihren Respekt für alle Jurymitglieder und Einreichungen aus. Nach Albers übernahm Staatssekretär für Medien Malte Krückels das Wort. Auch er begrüßte in einer leicht unvorbereitet wirkenden Rede Kinderjury und Eltern und betonte noch einmal, warum Filme besonders für Kinder wichtig sind. In den sechs Kategorien seien Filme ausgezeichnet worden, die sich vor allem mit den Themen Angst und Selbstbewusstsein befassten. Dies zeige dem Zuschauer, wie die Welt um einen herum aussehe. Zum Abschluss der Begrüßungsrunde richtete Bürgermeisterin Tamara Thierbach das Wort an die Zuschauer. Sie lobte, dass das Festival nicht nur für Kinder sei, sondern mit ihnen zusammen gestaltet werde. Zudem bedankte sie sich bei allen Filmemachern dafür, dass sie etwas für Kinder tun würden und betitelte den Goldenen Spatz als „Berlinale des Kinderfilms“. Das Festival setze Bildungskultur in die Praxis um und da sich die Kinderjury mit den Beiträgen kreativ auseinandersetze, handle es sich nicht nur um 18-stündigen sinnlosen Medienkonsum.

Um dem Publikum einen Einblick in die Arbeitsweise der Jury zu geben, zeigte die PiXEL GANG, eine Arbeitsgruppe der Thüringer Landesmedienanstalt, einen kurzen Beitrag, in dem sowohl die Mitglieder der Kinderjury als auch die Fachjury des MDR Rundfunkrates und ihre Arbeitsweise vorgestellt wurden. Leider gab es bei dem Beitrag leichte technische Schwierigkeiten, sodass der Inhalt nicht wirklich vermittelt werden konnte.

Es folgte das Highlight der Veranstaltung, die Vergabe der Preise. Moderator Andre Gatzke, der bereits in den Vorjahren durch den Nachmittag führte, verstand es, eine gute Mischung zwischen kindgerechter und professioneller Unterhaltung zu finden. Folgende Filme konnten die Jury 2015 überzeugen:

  • Minis: Weil ick mich so freue
  • Unterhaltung: Fußballfloskeln
  • Information/Dokumentation: Schau in meine Welt
  • Animation: Ooops! Die Arche ist weg
  • Internetseite zum Thema Natur: www.abenteuer-regenwald.de
  • IndieGames4Kids: Imagine Earth
  • Serie/Reihe: Binny und der Geist: Aufs Pferd gekommen
  • Beste/r Darsteller/in: Isolda Dychauk
  • Preis des MDR-Rundfunkrates: Shana – The Wolf’s Music
  • Kino‑/Fernsehfilm: Shana – The Wolf’s Music

Die Laudationen für die verschiedenen Kategorien wurden jeweils von drei bis vier Kinder aus der Jury übernommen. Sie verlasen zudem eine kurze, selbstgeschriebene Begründung zu jedem Beitrag. An dieser Stelle wurde der besondere Charme des Festivals deutlich. Denn nur durch die ehrliche und unverfälschte Art der Kinder konnten unvergessliche Szenen entstehen. So beschwerte sich ein Jurymitglied während sie die Begründung verlas über eine Formulierung in dieser, was dem gesamten Publikum ein Lachen entlockte. Auch die kurzen Dialoge zwischen den Jurykindern und Moderator Gatzke sorgen immer wieder für Lacher.

Unter den Preisträgern stach besonders Regisseur und Drehbuchautor Nino Jacusso hervor. Er bezeichnete den Goldenen Spatz als die größte Auszeichnung, die er je bekomme habe und nutze die Chance noch einmal, um auf die Intention seines Films hinzuweisen. Jacusso wolle mit seinem Film Brücken zwischen Kulturen bauen, weshalb er sich dazu entschieden haben nur wirkliche Indianer als Schauspieler für seinen Film zu verpflichten. Dass dies nicht nur von der Fachjury, sondern auch von den Kindern belohnt wurde, mache ihn besonders stolz.

Zum Abschluss versammelten sich noch einmal alle Preisträger, Jurymitglieder und Repräsentanten, um zu Andreas Bouranis „Ein Hoch auf uns“ feierlich das Festival zu beenden.

medienbewusst.de bedankt sich für eine unterhaltsame und lustige Preisverleihung und wünscht dem Team des Kinder-Medien-Festivals Goldener Spatz auch für die zukünftigen Festivals alles Gute.

Madita Pierenkemper

Bildquellen:
© Goldener Spatz

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