E-Learning – Die Zukunft des Lernens

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18. April 2009 Print This Post

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Weblogs und Wikis beginnen den Unterricht zu revolutionieren. Sie verändern die Lehrerrolle und fordern auch Schüler individuell heraus, die sich in der Klasse gar nicht zu Wort melden würden. In Ilmenau diskutieren Experten und Studierende nun über aktuelle Entwicklungen im E-Learning. medienbewusst.de erklärt drei Trends des elektronisch unterstützten Lernens.

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Fachgebiet Kommunikationswissenschaft der TU Ilmenau

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Auf Schülerinnen und Schüler kommt in Zukunft einiges zu: In der globalisierten Wissensgesellschaft, prophezeit Graham Attwell, Direktor der walisischen Forschungsorganisation Pontydysgu, werden sich heutige Lernende auf verstärkten Zeitdruck, wechselnde Berufe und virtuelle Projektteams einstellen müssen. Bei dieser Entwicklung sind individualisierte digitale Lernangebote gefragter denn je.

Im modernen Humboldtbau der Technischen Universität Ilmenau dreht sich dieser Tage alles um das so genannte E-Learning, dem Lehren und Lernen mit Hilfe von Multimedia und Internettechnologien: Noch bis Sonntag finden nationale und internationale Experten aus Bildung, Forschung und Wirtschaft hier zusammen, um über die Zukunft des digitalen Lernens zu diskutieren.

Auf dem „EduCamp 2009“, einer offenen Konferenz mit Vor-Ort-Gästen und Live-Zuschaltungen, geht es allerdings nicht nur um Lernkonzepte, wie sie die Wissensgesellschaft erfordert, sondern auch um Erwartungen medienkompetenter Schüler an den Unterricht der Zukunft. Welche Rolle spielt E-Learning dabei? Wie können Schulen, Hochschulen und Unternehmen reagieren? Welche Vorteile bietet E-Learning für Lehrer und Dozenten?

Die wichtigsten Trends des digitalen Lernens stellt Ihnen medienbewusst.de im Folgenden genauer vor:

Blogs, Wikis, Podcasts & Social Networks
Online-Lernplattformen werden nicht nur in der Freizeit, sondern auch in schulischen Zusammenhängen immer häufiger genutzt. Virtuelle Klassenzimmer sind für Lernende und Lehrende dabei über das Internet zugänglich. Meist sind Web-2.0-Tools wie Blogs, Wikis, Podcasts oder Social Networks integriert. „Da Lernen ein soziales Geschehen ist, sind solche Ansätze positiv zu bewerten“, meint Prof. Wilfried Hendricks vom Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft an der Technischen Universität Berlin.

Videoplattformen für angenehmes Lernen

Mit Hilfe von Videos lässt sich seit Januar 2009 auf sofatutor.de lernen – einem interaktiven Portal für Bildungsvideos mit Youtube‑ und Wikipedia-Elementen. In drei‑ bis 15-minütigen Filmen erklären Usern anderen Internetnutzern Wissenswertes für Schule, Studium oder Beruf. „Intern sprechen wir von Wissenshäppchen“, erklärt Mit-Organisator Stephan Bayer, der selbst Sozial‑ und Wirtschaftswissenschaften studiert. Zum Start der Plattform gingen bereits über 1000 Lehr-Filme online.

Spielerisch Lernen
Auch Lernspiele mit 3-D-Animationen sind eine Option des E-Learnings. An der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) in Berlin wird daher das „Games Lab“ aufgebaut. Ein Labor, wo die Entwicklung und Wirkungsweise von Computerspielen erforscht wird. Im „Game-based Teaching and Training Labor“ werden neue Lernkonzepte entwickelt. „Wir kooperieren dafür mit Unternehmen“, erklärt Professor Carsten Busch von der FHTW. Zur Zeit arbeitet man an einem 3-D-Lernspiel für angehende Mechatroniker in der Autowirtschaft mithilfe von Echtzeit-Simulationen einzelner Arbeitsabläufe.

Von René Rübner

Bildquelle: EduCamp

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