Gespenster, Geister, Gänsehaut – schaurig-schöne Gruselgeschichten

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19. April 2012 Print This Post

Es sind zottelige Monster, grünhäutige Untote oder durchsichtige Gespenster. Heutzutage sind Spukgestalten wie diese fast an jeder Ecke anzutreffen. Am liebsten halten sie sich in Horrorfilmen zu später Stunde, in Grusicals oder in der Nähe von Musikern auf. Gute Schauergeschichten begeistern aber nicht nur Erwachsene. Auch unter den Jüngsten finden sich bereits Liebhaber von Mythen und Monstern. Damit sich jeder auch altersgerecht gruseln kann, hat medienbewusst.de die besten Gruselgeschichten für Kinder ausfindig gemacht und auf ihren Gruselfaktor hin untersucht.


Hui Buh

Ganz oben, in der Fledermausturmkammer von Schloss Burgeck, wohnt das Schlossgepenst Hui Buh. Und das schon seit bereits fünfhundert Jahren! Richtig bekannt wurde das einzig behördlich zugelassene Gespenst von Burgeck durch den Kinoerfolg von Michael „Bully“ Herbig im Jahr 2006. Die Geschichte des Schlossgespenstes ist allerdings schon viel älter: Der Jugendbuchautor Eberhard Alexander-Burgh rief Hui Buh bereits 1954 ins Leben. Damals noch als Buchreihe, trieb das gruseligste Grauen weit und breit, wie Hui Buh sich selbst bezeichnet, bald schon auch auf MC-Kassette sein Unwesen. Hui Buh ist sicherlich kein Profi im Gespenst-Sein, aber zusammen mit seinen Freunden Tommy und Sophie erlebt es trotzdem jede Menge Abenteuer. Bis heute sind 38 Folgen der Gespenster-Abenteuer aufgenommen worden. So muss Hui Buh sich zum Beispiel mit dem Geheimnis verspukter Tanzschuhe auf dem königlichen Ball auseinandersetzen. Auch in der Geisterbibliothek geht es hoch her, nachdem Hui Buh eine Erfindung von Tommy, die Hui Buh-Box, kaputt gemacht hat.
Durch die Geschichten führt ein Erzähler, was Hui Buh allerdings nicht davon abhält, seine persönliche Sicht der Dinge einzubringen. Die Geschichten sind amüsant erzählt und leicht verständlich. Mit Christoph Maria Herbst ist sogar ein echter Promi mit am Mikro. Hui-Buh’s Abenteuer sind für Kinder ab sechs Jahre geeignet. Der Gruselfaktor ist demenstprechend niedrig.

Rating: ★★★★★ 


Der kleine Vampir

Die Geschichten des kleinen Vampirs drehen sich um eine ungewöhnliche Freundschaft: Anton ist neun Jahre alt und großer Fan von Gruselgeschichten. Am liebsten mag er die Erzählungen von Vampiren. Als er zufällig Besuch von Rüdiger – seines Zeichens Vampir der Familie von Schlotterstein – bekommt, freunden sich die beiden schnell an. Rüdiger ist kein gewöhnlicher Vampir, nein, er gehört zur Elite der Blutsauger: Graf Dracula persönlich hat ihn ausgebildet! Leider schützt das nicht vor den Problemen, die das alltägliche Vampirleben so mit sich bringt. Regen und Knoblauch sind unschön, aber richtig gefährlich wird es, wenn Vampirjäger Geiermeier und sein treuer Freund Schnuppermaul mit ins Spiel kommen. Als Geiermeier beginnt, den Friedhof umzugestalten, muss die gesamte Familie Schlotterstein samt Schlafsarg umziehen. In einer anderen Folge verliebt sich Rüdiger in Antons Klassenkameradin Viola. Aber Mensch und Vampir – kann das gut gehen? Diese und viele weitere Abenteuer finden sich in den insgesamt 18 Folgen des kleinen Vampirs.
Auch hier gibt es einen Erzähler, der die Abenteuer begleitet. Die Geschichten sind ruhig erzählt, spannend, aber nicht zu gruselig.

Rating: ★★★★★ 


Jack Slaughter

Das Leben von Jack ist eigentlich recht unspektakulär. Bis zu dem Tag, an dem der stadtbekannte Parapsychologe Professor Doom versehentlich das Tor zur Unterwelt öffnet. Die Menschen in Jacksonville, der Stadt, in der Jack Slaughter als Händler seine Brötchen verdient, müssen von nun an nicht nur mit den normalen Alltagsproblemen, sondern auch mit Monstern und allerlei anderen schaurigen Kreaturen aus der Unterwelt fertig werden. Jack, der eigentlich nur für den Waffenverkauf im „Lucky Hunter“ verantwortlich ist, erhält indes eine spezielle Pistole, mit der er seine Stadt vor dem drohenden Unterweltsunheil beschützen kann. Im Kampf als „Tochter des Lichts“ wird Jack von seinen Freunden – dem Model Kim und seinem besten Freund Tony – unterstützt. Die besten Monsterbekämpfungstipps bekommt Jack allerdings von seiner toten Oma, die ihm in seinen Träumen erscheint.
Jack Slaughter – Tochter des Lichts ist lebhaft und witzig. Die musikalische Untermalung unterstreicht die Stimmung und es fällt leicht, sich in die Geschichten hineinzuversetzen. Schräger Humor und reichlich Tempo sorgen allerdings dafür, dass diese Hörspielreihe eher für größere Kinder (ab zehn Jahre) geeignet ist. Gruselfaktor: mittel/hoch.

Rating: ★★★★☆ 


Gänsehaut

Gänsehaut war ursprünglich eine Reihe von Grusel-Taschenbüchern. Ihr Autor Robert Lawrence Stine ist der Urheber verschiedener bekannter Schauermärchen – dazu gehören neben Gänsehaut auch die Reihen Fear Street und Gruselfieber. Im Gegensatz zu anderen Hörbüchern gibt es bei Gänsehaut keine durchgehende Hauptfigur – jede Geschichte hat ihre eigenen Charaktere, die immer unterschiedlichen Mysterien gegenüberstehen: von Monstern über Gespenster bis hin zu Untoten wird ein wahres Potpourri an Gruselkreaturen geboten. Genau wie die Bücher bedienen sich auch die Hörbücher einer leicht zugänglichen Jugendsprache. In jeder Geschichte berichtet ein meist jugendlicher Ich-Erzähler von seinen Erlebnissen. Dabei werden Elemente, die dem realen Leben ähneln mit Übersinnlichem gemischt. Egal, ob dem kleinen Cooper nachts ein Geisterhund erscheint oder Billy im unheimlichen Sommercamp Blankenstein fast die Nerven verliert – die einfache Art zu erzählen erzeugt Spannung, ohne eine beklemmende oder angsteinflößende Stimmung zu provozieren. Gruselfaktor: mittel.

Rating: ★★★★★ 

Mandy-Christin Berthold

Bildquellen:
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