Überblick Nutzungstipps


 

Digitale Spiele - Fernsehen - Mobile Medien - Internet – Kino – Musik und Hörbücher

Nutzungstipps Digitale Spiele

Die angegebenen Tipps sind Empfehlungen für das jeweilige Alter. Hierbei sind die Altersangaben nicht als fixe Grenze anzusehen. Vielmehr sind sie abhängig von der individuellen Entwicklung des Kindes, sodass es durchaus zu Überschneidungen der einzelnen Hinweise kommen kann.

Tipps für Computer‑ und Videospielnutzung von Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren

Orientierung beim Kauf an der Freigabe der USK
Das Gremium der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) begutachtet Spiele anhand der Darstellung des Spielgeschehens und ihres Inhalts und gibt dann verbindliche Altersempfehlung. Sie können demnach bedenkenlos Spiele kaufen, die mit dem Bild „Freigegeben ohne Altersbeschränkung  gekennzeichnet sind.

Für dieses Alter eignen sich Malprogramme, Lernspiele und Kinderspiele
Überfordern Sie Ihr Kind nicht durch zu komplexe Inhalte, wie Geschicklichkeitsspiele oder kniffelige Knobelspiele. Spiele dieser Alterskategorie sollten stets Motivation bieten und auf die jeweilige Entwicklungsstufe des Kindes abgestimmt sein. Malprogramme, einfache „Klickspiele“ oder interaktive Geschichten mit Sprachausgabe sind hier genau richtig.

Spieldauer auf maximal eine halbe Stunde am Tag beschränken
Fachleute empfehlen, dass Kinder in dem Alter maximal eine halbe Stunde vor dem Computer verbringen sollten und das auch nur gemeinsam mit den Eltern, da die Kinder gegebenenfalls Unterstützung benötigen, um die Spielaufgaben bewältigen zu können.

Gemeinsam spielen
Eltern wird empfohlen, ihre Kinder während des Spielens von Videospielen zu beaufsichtigen oder auch gemeinsam mit ihnen zu spielen. Auf diese Weise erfahren Sie, welche Spiele Ihrem Kind am meisten Spaß machen und gewinnen selber einen Einblick. Sie können außerdem aktiv Hilfestellung geben, wenn es im Spiel mal schwieriger wird oder etwas vorgelesen werden muss.

Spielen fördert motorische Fähigkeiten
Es ist erwiesen, dass Computer‑ und Videospiele unter anderem die Reaktionsfähigkeit verbessern. Bei Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren können durch Computer‑ und Videospiele vor allem die Hand-Augen-Koordination und die Feinmotorik verbessert werden. Zu sehen, was auf dem Bildschirm passiert und die jeweilige Taste zu drücken, erfordert ein gewisses Maß an Geschicklichkeit. Auch das Ausmalen oder Nachzeichnen von Konturen fördern die motorischen Fähigkeiten des Kindes.

Tipps für Computer‑ und Videospielnutzung von Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren

Orientieren Sie sich beim Kauf von Spielen an der Freigabe der USK: „Freigegeben ohne Altersbeschränkung“ oder „Freigegeben ab 6 Jahren“
Spiele, die mit den beiden Kennzeichen versehen sind, können Sie bedenkenlos kaufen und Ihre Kinder spielen lassen. Vergleichen Sie dennoch immer die Interessen Ihres Kindes mit dem Spieleinhalt. Kein Kind möchte etwas spielen, nur weil es dem Alter angemessen erscheint – es soll auch Spaß machen.

Jump’n’Run‑, Renn‑ und Sportspiele, sowie einfache Simulationen und Rollenspiele
Diese Arten von Computer‑ und Videospielen sind von ihren Inhalten her unbedenklich. Die Komplexität dieser Spiele ist meist ohne Probleme von Kindern dieses Alters zu überschauen. Außerdem finden sich die Kinder oft in ihrem eigenen oder einem angestrebten Interessenfeld wieder.

Spieldauer sollte sich auf 45 bis 90 Minuten pro Tag beschränken
Die Angaben zur empfohlenen Spieldauer sind selten einheitlich. Während bei einigen Quellen eine Höchstdauer von 45 Minuten angegeben wird, sprechen sich andere Autoren für 60 bis 90 Minuten pro Tag aus. Da sich Kinder in diesem Alter ganz unterschiedlich entwickeln, müssen die Zeiten auf das eigene Kind individuell angepasst werden.

Reden Sie mit anderen Eltern über die Spiele
Da Ihr Kind möglicherweise auch bei Freunden spielt und sich das in der Regel außerhalb Ihres Einflussbereiches abspielt, sollten sie mit den jeweiligen Eltern absprechen, was dort gespielt wird.

Informieren Sie sich vor dem Kauf über neue Spiele und Trends
Es gibt viele Fachzeitschriften und Internetseiten zum Thema Computer‑ und Videospiele. Verschaffen Sie sich einen Überblick und lesen Sie die Empfehlungen der jeweiligen Tests. Dadurch können Sie Trends identifizieren und die Kaufentscheidung und Wünsche Ihres Kindes steuern beziehungsweise entscheidend mit beeinflussen.

Tipps für Computer-und Videospielnutzung von Kindern im Alter von 10 bis 13 Jahren

Orientieren Sie sich beim Kauf von Spielen an der Freigabe der USK: „Freigegeben ohne Altersbeschränkung“ oder „Freigegeben ab 6 Jahren“ oder „Freigegeben ab 12 Jahren“
Die USK untersucht Spiele auf deren Inhalte und gibt dementsprechend eine Altersempfehlung. Dabei berücksichtigt sie, inwiefern in dem Spiel gewalttätige und/oder pornographische Elemente enthalten sind. Spiele mit dem oben gezeigten Symbolen sind für diese Altersstufe geeignet. Trotzdem ist es gut, sich vorher über das Spiel zu informieren, um zu wissen, was Ihr Kind spielt.

Komplexere Simulationen, Strategie‑ und Rollenspiele geeignet
Ab zehn Jahren ist Ihr Kind bereits in der Lage komplexe Zusammenhänge zu verstehen und darauf zu reagieren. Daher können ab diesem Alter schon komplexere Simulationen, Strategie‑ und Rollenspiele gespielt werden. Das heißt nicht, dass ihr Kind auf diese Genres festgelegt werden soll, es kann natürlich auch Lernspiele, Sportspiele oder Rennspiele spielen – je nach Geschmack, Vorlieben und eigenen Fähigkeiten.

Spieldauer sollte sich auf zwei Stunden pro Tag beschränken Komplexere
Ab diesem Alter ist es vor allem enorm wichtig, dass man gemeinsam mit dem Kind klare Regeln definiert und Grenzen setzt. Als Richtwert kann man circa zwei Stunden Spielzeit pro Tag annehmen, die das Kind nicht überschreiten sollte. Außerdem sollte Ihr Kind immer wieder Pausen einlegen und Ausgleich schaffen, das heißt Sport treiben und generell auch an die frische Luft gehen.

Achten Sie auf das Spielverhalten aller Familienmitglieder
Falls mehrere Personen unterschiedlichen Alters spielen, sollten Sie sicherstellen, dass nur die jeweils freigegeben Spiele zu sehen sind. Denn oft kann es passieren, dass jüngere Geschwister genau das Spiel spielen wollen, das die große Schwester, der große Bruder oder ein Elternteil spielt, obwohl es nicht für Kinder und Jugendliche unter 16 (oder sogar 18) Jahren frei gegeben ist.

Achten Sie auf das Spielverhalten aller Familienmitglieder

Erkundigen Sie sich bei den Eltern der Freunde Ihres Kindes über die Spiele, die in deren Besitz sind bzw. die Ihr Kind und deren Freund/in spielen werden. Auch hierbei muss auf die USK-Alterskennzeichnung geachtet werden. Ob Sie Ihrem Kind die Teilnahme an einer LAN-Party gestatten, sollten Sie situationsbedingt und im Einzelfall entscheiden.

Nutzungstipps Fernsehen

Der Fernseher zieht jedes Kind in seinen Bann: Viele bunte und bewegte Bilder versprechen jede Menge Spaß und Abenteuer. Doch bei dieser beliebten Freizeitbeschäftigung ist Vorsicht geboten! Denn die unbeaufsichtigte Fernsehnutzung kann die Entwicklung Ihres Sprösslings negativ beeinflussen. Dabei gilt: Je jünger die Kleinen sind, desto gravierender ist die Beeinflussung ihrer Entwicklung.

Um dies zu vermeiden, möchten wir Ihnen hilfreiche Tipps und Anregungen geben, damit Ihre Kinder einen kompetenten Umgang mit dem Fernsehen erlernen können. Nachfolgend finden Sie spezielle Tipps für Vorschulkinder (3 bis 5 Jahre), Grundschulkinder (6 bis 9 Jahre) und ältere Kinder (10 bis 13 Jahre). Je nach dem Entwicklungsstand Ihres Kindes können Sie einige Nutzungstipps auch auf andere Altersgruppen anwenden.

Tipps für die Fernsehnutzung von Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren


Fernsehen erst für Kinder ab drei Jahren

Kinder unter drei Jahren sind damit beschäftigt, die wirkliche Welt zu erkunden und zu begreifen. Sie sind demzufolge nicht in der Lage, die schnelle Bildfolge des Fernsehens zu erfassen oder gar zu verstehen. Deshalb sollte man bei Kindern unter drei Jahren ganz auf das Fernsehen verzichten und sich auf Bilderbücher und das Vorlesen von Geschichten beschränken.

Nicht länger als eine halbe Stunde am Tag fernsehen
Beachten Sie, dass sich Ihr Kind noch in der geistigen und körperlichen Entwicklung befindet. Untersuchungen ergaben, dass ein übermäßiger Fernsehkonsum bei Vorschulkindern zu Schwächen im Bereich Kunst führen kann, zum Beispiel beim Zeichnen eines Menschen. Außerdem wurde nachgewiesen, dass diese Kinder schneller unter Übergewicht leiden sowie Verhaltensstörungen aufweisen können.

Keine komplizierten Inhalte
Vorschulkinder können gesehene Inhalte nur aneinanderreihen. Zusammenhänge oder Rückblenden verstehen Kinder in diesem Alter noch nicht. Achten Sie aus diesem Grund darauf, dass Sie nur Programme mit einer einfachen Handlung auswählen. Diese erkennen Sie an ihrer Übersichtlichkeit, kurzen Filmsequenzen und einer altersgerechten Darbietung von Informationen. Ähnliches gilt bei Fernsehfiguren. Kinder benutzen einfache Muster wie Gut und Böse, um Charaktere zu verstehen. Achten Sie darauf, dass die Fernsehfiguren so gestaltet sind, dass sie sich in diese einfachen Denkmuster einordnen lassen. Reale Charakterzüge können Kinder in diesem Alter noch nicht verarbeiten.

Gemeinsam mit Ihrem Kind fernsehen
Die Kommunikation zwischen Eltern und Kind ist sehr wichtig für die frühkindliche Entwicklung und hilft das Gesehene besser zu verarbeiten. Beachten Sie dabei, dass Kinder in diesem Alter noch nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können. Es ist deshalb wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über das Gesehene reden und ihm die Unterschiede zur Realität aufzeigen.

Kein Fernsehen vor dem Schlafen
Das Einschlafen fällt Kindern schwer, wenn sie kurz zuvor eine – für sie – sehr aufregende Sendung gesehen haben. Achten Sie darauf, dass zwischen dem Fernsehen und Zubettgehen eine Zeitspanne liegt, in der Ihr Kind die Möglichkeit hat, die Filminhalte zu verarbeiten. Ansonsten besteht die Gefahr von Albträumen und Überforderung.

Tipps für die Fernsehnutzung von Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren

Nicht länger als 60 Minuten am Tag fernsehen
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt auf Basis verschiedener Untersuchungen für Kinder von sechs bis neun Jahren einen Fernsehkonsum von maximal 60 Minuten täglich. Versuchen Sie außerdem, gemeinsam mit Ihrem Kind fernzusehen. Es hilft Ihrem Kind, wenn Sie ihm beim Fernsehen Gesellschaft leisten und ihm damit ein Gefühl von Sicherheit geben.

Fernsehinhalte entsprechend der Entwicklung Ihres Kindes

Kinder zwischen sechs und neun Jahren schaffen es, einer Filmhandlung über längere Zeit zu folgen. Sie sind auch schon in der Lage, verschiedene Erzählperspektiven zu verstehen und Einzelheiten des bewegten Bildes nach ihrer Bedeutung für das Gesamtgeschehen zu beurteilen. Obwohl Kinder schon teilweise Wirklichkeit von Unwirklichkeit des Geschehens unterscheiden können, behält auch ein unwirkliches Geschehen die gleiche Wertigkeit wie die realen täglichen Erlebnisse. Das sollten Sie bei Ihrer Programmwahl berücksichtigen.

Vermeidung von Sendungen mit schneller Bildfolge
Zu schnelle Bildfolgen von sonst harmlosen Filmen können Kinder leicht überfordern. Sie werden dann zappelig und nervös. Empfehlenswert sind deshalb Sendungen mit moderatem Tempo und nur einer Erzählebene.

Keine zu spannende Filme
Achten Sie darauf, dass die ausgewählten Sendungen nicht zu aufregend gestaltet sind und Entspannungsphasen für Ihr Kind bieten. Sie erkennen den Grad der Spannung an den Reaktionen Ihres Kindes. Sie sollten aufmerksam werden, wenn Ihr Kind zum Beispiel an den Nägeln oder Haarspitzen kaut oder sich die Augen oder Ohren zuhält. Achten Sie auch darauf, dass die Sendung ein Happy End aufweist, durch das Ihr Kind die eventuell aufgebaute Spannung wieder abbauen kann.

Reden Sie mit Ihrem Kind über Fernsehinhalte
Kinder müssen nicht nur verstehen, was sie sehen, sondern dieses auch kritisch bewerten können. Gerade bei fiktiven, animierten oder gewalthaltigen Programmen ist es notwendig, mit den Kindern über das Gesehene zu sprechen. Erhöhte Aufmerksamkeit ist auch bei Werbeinhalten geboten. Diese wirken besonders anziehend auf Kinder und sind im heutigen Programm nicht so einfach zu umgehen. Helfen Sie daher Ihren Kleinen, Werbung kritisch zu betrachten.

Tipps für die Fernsehnutzung von Kindern im Alter von 10 bis 13 Jahren

Nicht länger als 90 Minuten am Tag fernsehen
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt auf Basis verschiedener Untersuchungen für Kinder von zehn bis dreizehn Jahren einen Fernsehkonsum von maximal 90 Minuten täglich. Die wirklichen Werte liegen jedoch meist über 100 Minuten pro Tag. Achten Sie deshalb auf den Fernsehkonsum Ihres Kindes.

Kein Fernseher im Kinderzimmer

Kinder dieser Altersgruppe sind durchaus in der Lage, ihre Fernsehnutzung selbst zu bestimmen und zu verfestigen. Zu hoher Fernsehkonsum schwächt jedoch nicht nur schulische Leistungen, sondern auch das emotionale Empfinden und soziale Verhaltensmuster. Deshalb sollten Sie auch in dieser Altersgruppe den Fernsehkonsum und den –inhalt maßgeblich mitbestimmen. Ein Fernseher im Kinderzimmer könnte Ihnen diese Kontrolle allerdings schnell entziehen. Unser Tipp ist darum ein Fernseher im Wohnzimmer, der zum gemeinschaftlichen Familienleben beiträgt.

Gemeinsame Programmauswahl
Besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind das Fernsehprogramm. Kinder im Alter zwischen zehn und dreizehn Jahren haben eigene Vorstellungen ihrer Lieblingssendungen. Respektieren Sie diese Wünsche und gehen Sie darauf ein. Lehnen Sie nicht sofort alles ab, was im Nachmittags‑  oder Kinderprogramm zu finden ist.

Programminhalte kontrollieren
Kinder zwischen zehn und dreizehn Jahren sehen schon wie Erwachsene fern. Deswegen kann Ihr Kind in diesem Alter auch mal allein fernsehen. Beachten Sie dennoch, dass Kinder dieser Altersgruppe noch nicht in der Lage sind, sich von den dargebotenen Inhalten ausreichend zu distanzieren und diese kompetent zu bewerten. Deshalb sollten Sie öfter nachsehen, welches Programm Ihr Kind gerade sieht.

Fernsehen nicht als Druckmittel einsetzen

Setzt man den Fernseher als Mittel zur Belohnung oder Bestrafung ein, besteht die Gefahr, dass Ihr Kind falsche Prioritäten setzt und der Fernseher zu einem elementaren Bestandteil seines Lebens wird. Zeigen Sie Ihrem Kind stattdessen, dass das Fernsehen nur eine Möglichkeit ist, seine Freizeit zu gestalten und es noch viele Alternativen gibt.

Nutzungstipps Handy

Für den Großteil der Gesellschaft ist die Handynutzung so alltäglich wie das morgendliche Zähneputzen. Aber sollten Kleinkinder, nur weil sie lernen sollen, jeden Morgen ihre Zähne zu putzen, auch schon an die Handynutzung herangeführt werden? Sollte man Kinder zu früh mit Dingen konfrontieren, die sie noch nicht verstehen?

Die Handyfirmen lassen sich allerhand einfallen, um schon die Kleinsten als Kunden zu gewinnen. Mittlerweile gibt es schon ein sogenanntes „Teddy-Phone“, speziell für die Drei‑ bis Siebenjährigen. Dieses verfügt nur über eingeschränkte Funktionen wie programmierbare Tasten, SOS-Tasten und einen Überwachungsdienst. Diese Kontrollmöglichkeit mag wohl eine gewisse Sicherheit für Eltern bieten, aber übermäßiges Kontrollieren kann zu Unsicherheiten und Ängsten seitens des Kindes und auch seitens der Eltern führen. Außerdem darf man beim Thema Handy nie die Gefahren wie Handystrahlung, Kosten und Gewaltvideos außer Acht lassen!
Also, wieso lassen Sie Ihr Kind nicht noch ein bisschen Kind sein? Entscheiden Sie selbst, ab wann Ihr Kind wirklich ein Handy benötigt. Wenn es reif genug dafür ist, finden Sie nachfolgend Tipps zum Lernen eines sicheren und verantwortungsvollen Umganges mit dem ersten Handy.

Tipps für die Handynutzung von Kindern

Keine spezifischen Handyfunktionen
Achten Sie beim Handykauf darauf, dass das Gerät nur grundlegende Funktionen bereitstellt. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, was Sie mit dem Handy erreichen wollen, welche Funktionen es benötigt und wägen Sie alle Risiken, Kosten und Chancen ab. Dabei ist es ganz wichtig, dass auch Sie das Handy ohne Probleme bedienen können.

Gefahr durch Handystrahlen?
Die gesundheitliche Gefährdung durch Handystrahlen ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Aber für Kinder empfehlen selbst die Mobilfunkanbieter einige Vorsorgemaßnahmen. Achten Sie zum Beispiel darauf, dass das gekaufte Handy einen niedrigen SAR-Wert aufweist. Dieser Wert gibt an, wie viel Handystrahlung vom Menschen aufgenommen wird. Weitere Informationen über diesen Wert finden Sie unter www.izmf.de.

Kinder‑ und Jugendtarife nutzen
Mit einem Vertragshandy können Sie Ihrem Kind einen festen Betrag pro Monat setzen. Falls dieser überschritten wird, können Sie vorher abgesprochene Konsequenzen einleiten. Eine bessere Kostenkontrolle könnte Ihnen jedoch ein Kartenhandy bieten. Informieren Sie sich deshalb über spezielle Kinder‑ und Jugendtarife und vergleichen Sie Kosten für SMS und Gespräche. Anhand dieser Informationen können Sie entscheiden, welches Handy am besten zu Ihrem Kind passt.

Kostenfallen im Mobilfunk
Nicht nur bei Handyverträgen sondern auch bei Handys mit Prepaid-Karte ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über die Kosten für Gespräche, SMS und MMS sprechen. Schützen Sie Ihr Kind außerdem vor Kostenfallen wie teuren Klingelton-Abos, Hotlines oder kostspieligen mobilen Internetverbindungen. Nutzen Sie dazu die Möglichkeiten, Mehrwertnummer – wie 0180‑, ausländische Nummern oder Werbe-SMS sperren zu lassen. Informieren Sie sich bei dem jeweiligen Mobilfunkanbieter über diese Schutzmöglichkeiten.

Stellen Sie Regeln für die Handynutzung auf

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über eine verantwortungsvolle Nutzung des Handys. Vereinbaren Sie Regeln zum Umgang mit dem Handy und legen Sie Zeiten fest, wann das Handy nicht genutzt werden soll, wie beispielsweise zum Essen. Beachten Sie dabei, dass ein Kind eher Regeln als Verbote befolgt.

Das Handy – Ein Weg für jugendgefährdende Inhalte
Sie gehen täglich durch die Presse: Meldungen über Gewaltvideos,  pornografische Inhalte oder gewaltverherrlichende Songs. Um Ihr Kind vor gefährlichen Inhalten zu schützen, gibt es verschiedene Sperrfunktionen und spezielle PINs verschiedener Mobilfunkanbieter. Leisten Sie Aufklärungsarbeit und besprechen Sie diese Gefahren mit Ihrem Kind, denn schon die Weitergabe von Gewaltvideos ist strafbar.

Handynutzung als Gesprächsthema

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Handynutzung. Auf diesem Weg vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit. Es wird Ihnen somit Probleme und Erfolge bei der Handynutzung anvertrauen. Achten Sie darauf, dass Sie bei möglichen Vorkommnissen nicht in Panik verfallen und mit Handyverbot drohen. Das könnte Ihr Vertrauensverhältnis stören. Versuchen Sie in solchen Situationen ruhig mit Ihrem Kind zu reden.

Keine heimliche Kontrolle

Falls Ihnen etwas an der Handynutzung Ihres Kindes Sorgen bereitet, dann sprechen Sie Ihr Kind direkt darauf an und suchen Sie das Gespräch. Sobald Sie das Handy Ihres Kindes heimlich kontrollieren, kann das Vertrauensverhältnis zwischen ihnen gestört werden. Halten Sie sich immer vor Augen, dass die gespeicherten Nachrichten und Einträge auf dem Handy Ihres Kindes vergleichbar mit Tagebucheinträgen sind.

Das Kinderhandy als Informations‑ und Lernmedium
Kinder sind kleine Entdecker, wollen spielen und vieles ausprobieren, um sich die Welt zu erschließen. Auch das Handy kann zukünftig mit entsprechenden Inhalten zu einem erfolgreichen Informations‑ und Lernmedium werden.

Das Kinderhandy als Ortungsgerät
Wenn Sie sich Sorgen um Ihr Kind machen, dann können Sie es entweder anrufen oder Ihr Kind orten lassen. Um herauszufinden, wo sich Ihr Kind gerade befindet, gibt es heute zwei Technologien: Zum einen GPS, wie Sie es von Auto-Navigationsgeräten kennen, und zum anderen, die auf dem Mobilfunknetz basierende Netzortung.  Hierbei ist es allerdings wichtig, mit Ihrem Kind über diese Kontrolle zu sprechen und sich auch über mögliche Gefahren zu informieren.

Nutzungstipps Internet

Das Internet kann man mit einem riesigen Abenteuerspielplatz vergleichen, auf dem man sich auf Entdeckungstour begeben, Freunde und viele neue Informationen finden kann. Doch damit ist auch die große Gefahr verbunden, dass diese Entdeckungen, Freunde und Informationen sehr gefährlich und negativ für die Entwicklung Ihres Kindes sein können.

Wir möchten Ihnen einige Hinweise und Tipps geben, wie Sie Ihrem Kind einen sicheren Umgang mit dem Internet beibringen können – ohne ihm diese spannende Welt vorenthalten zu müssen. Nachfolgend finden Sie spezielle Tipps für die Internetnutzung von Vorschulkindern (3 bis 5 Jahre), Grundschulkindern (6 bis 9 Jahre) und älteren Kindern (10 bis 13 Jahre). Oft sind diese Tipps auch auf eine andere Altersgruppe – abhängig vom Entwicklungsstand Ihres Kindes – übertragbar. Deswegen sollten Sie die Unterteilung nach Altersgruppen nicht als absolute Trennung, sondern eher als Orientierung sehen.

Tipps für die Internetnutzung von Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren

Entwicklungsstand für die Nutzung entscheidend
Wann der richtige Zeitpunkt ist, Ihr Kinder in die Welt des Internet einzuführen, müssen Sie –abhängig vom Entwicklungsstand Ihres Kindes – selbst entscheiden. Beachten Sie jedoch, dass Kinder im Alter von drei Jahren noch mit den komplexen Strukturen eines Computerprogramms sowie Hyperlinkstrukturen  überfordert sind.

Gehen Sie auf die Wünsche Ihres Kindes ein

Klären Sie mit Ihrem Kind, was es im Internet will. Möchte es spielen, nach Informationen suchen oder mailen? Nehmen Sie die Wünsche Ihres Kindes auf und suchen Sie geeignete Seiten oder Angebote, die altersgerecht aufbereitet sind. Vermeiden Sie dabei Internetseiten mit viel Text und wählen Sie vorwiegend grafisch orientierte Seiten aus.

Gemeinsames Entdecken des Internets
Die ersten Schritte im Internet sollten gemeinsam unternommen werden. Die Angebote sollten dabei so ausgewählt werden, dass sie sich an der kindlichen Realität orientieren. Lassen Sie Ihr Kind nie unbeaufsichtigt surfen. Achten Sie darauf, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Kind nicht länger als zwei bis drei Stunden in der Woche im Internet surfen.

Nutzen Sie nur Kindersuchmaschinen
Die erste Anlaufstelle im Internet sind die Suchmaschinen, um entsprechende Seiten zu finden. Nutzen Sie dazu nicht die einschlägigen Suchmaschinen wie Google. Denn Kinder geben ihre Suchbegriffe meistens umgangssprachlich und in ganzen Sätzen ein, wie zum Beispiel: „Warum ist der Himmel blau?“. Durch diese Suchweise bekommen ihre Kleinen aber nicht die Ergebnisse, die sie möchten. Außerdem besteht die Gefahr, dass Ihr Kind dadurch auf Seiten kommt, die nicht für Kinder geeignet sind. Nutzen Sie deshalb nur Kindersuchmaschinen, wie „Blinde Kuh“. Denn diese leiten ausschließlich auf kindergerechte Seiten weiter.

Eigenes Postfach

Falls bei Ihrem Kind der Wunsch nach einer eigenen E-Mail-Adresse besteht, suchen Sie nach Anbietern von Kinder-E-Mail-Adressen wie Mail4kidz.de und Grundschulpost.de. Achten Sie darauf, dass der echte Name Ihres Kindes nicht in der E-Mail-Adresse vorkommt.


Tipps für die Internetnutzung von Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren

Gemeinsam im Internet surfen
Ihr Kind sollte nicht ohne Aufsicht ins Internet gehen. Begleiten Sie Ihr Kind bei seinen Ausflügen ins Internet und geben Sie Hilfestellungen zum richtigen Umgang mit dem Internet.

Zeitlich beschränkte Internetnutzung

Beachten Sie, dass Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren maximal sechs Stunden pro Woche im Internet surfen sollten.

Die Internetnutzung sollte auf bestimmte Seiten beschränkt sein

Während der Nutzung des Internets können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Lesezeichen anlegen, die zu Kindersuchmaschinen wie „Blinde Kuh“ oder zur Lieblingsseite Ihres Kindes verweisen. So hat Ihr Kind von Anfang an eine Linkliste mit Lieblingsseiten, die es nach Belieben besuchen kann. Für Sie ist es außerdem eine Leit‑ und Kontrollmöglichkeit.

Persönliche Daten dürfen im Internet nicht preisgegeben werden
Ihr Kind sollte mit den Sicherheitsregeln im Internet vertraut gemacht werden. Dazu gehört, dass es persönliche Daten über sich und die Familie nicht online weitergeben darf. Kinder müssen wissen, dass sie sich niemals allein mit einem „Cyberfreund“ treffen dürfen.

Über die Erfahrungen im Netz reden
Sie sollten mit Ihrem Kind zum einen über Fortschritte sprechen, die im Internet gemacht wurden und zum anderen Probleme thematisieren, die aufgetaucht sein könnten. Außerdem sollte über „gute“ und „schlechte“ Seiten im Internet geredet und aufgeklärt werden.


Tipps für die Internetnutzung von Kindern im Alter von 10 bis 13 Jahren

Seien Sie immer in Rufweite, wenn Ihr Kind im Internet surft!
Bei Kindern im Alter von zehn bis dreizehn Jahren ist es nicht mehr notwendig, dass Sie die ganze Zeit neben Ihrem Kind sitzen, während es im Internet surft. Ihr Kind möchte selbstständiger werden und Dinge allein für sich entdecken. Hier ist es ratsamer, wenn Sie stattdessen in Rufweite bleiben und gelegentlich einen Blick auf den Monitor werfen, falls Ihr Kind Probleme bekommt und Hilfe benötigt.

Legen Sie Surfzeiten für Ihr Kind fest!
Lassen Sie Ihr Kind nicht willkürlich lange im Internet surfen. Kinder sollten Medien in einem ausgewogenen Maß in ihren Alltag einbinden. Für Zehn‑ bis Dreizehnjährige ist es empfehlenswert ein bestimmtes „Zeitguthaben“ für eine Woche vorzugeben. Dieses Guthaben (beispielsweise zehn Stunden pro Woche für alle Medien insgesamt) darf das Kind nach seiner eigenen Vorstellung aufbrauchen. Ist das Guthaben allerdings erschöpft, sollte darauf geachtet werden, dass dem Kind keine der Medien mehr zugänglich sind.

Installieren Sie spezielle Filtersysteme auf Ihrem PC

Mit Hilfe von Filtertechnologien haben Sie die Möglichkeit, Ihrem Kind den Zugang zu bestimmten Seiten zu sperren. So können Sie „Sperr‑ oder Negativlisten“ aufstellen, die Adressen mit pornografischen oder gewalttätigen Inhalten beinhalten. Außerdem können Sie „Positivlisten“ anlegen, die nur von Ihnen gewünschte Seiten enthalten. Diese Listen müssen Sie allerdings regelmäßig pflegen und aktualisieren. Auf www.icra.org können Sie ein solches Filterprogramm downloaden.
Zusätzlich kann auch eine Kinderschutzsoftware verwendet werden, um bestmöglichen Schutz vor Gefahren des Internets zu gewährleisten. Diese können Sie auf „fragFinn“ herunterladen.

Bringen Sie „Surf-Regeln“ gut sichtbar am PC-Monitor an!

Regeln bezüglich des Surfens im Internet, die Sie mit Ihrem Kind vereinbaren, sollten dauerhaft präsent sein. Beispielsweise könnten Sie am PC-Monitor oder einer kleinen Tafel neben dem PC angebracht werden. So kann sich Ihr Kind jederzeit an diesen Regeln orientieren.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
Auch wenn Sie Ihrem Kind vertrauen, ist es ratsam, dass Sie anhand der Verlaufsliste im Internetbrowser gelegentlich überprüfen, welche Seiten tatsächlich von Ihrem Kind besucht wurden. So können Sie feststellen, ob es sich an die vereinbarten Regeln hält.

Nutzungstipps Kino

ⅿ Folgenden wird das Team von medienbewusst.de den Filmkonsum (Kino) behandeln, eingeteilt in die Kategorien „Informationen für Kinder von 3–5Jahren“, „Informationen für Kinder von 6–9Jahren“, „Informationen für Kinder von 10–13Jahren, die Sie vielleicht bereits aus den anderen Rubriken kennen. Es handelt sich hierbei nicht um Vorschriften, sondern um Tipps, die den Kindern alters‑ und mediengerechten Konsum ermöglichen und versuchen, sie vor etwaigen Gefahren und Beeinträchtigungen zu schützen.

Tipps für die Kinonutzung von Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren

Entwicklungsstand/spezifische Fähigkeiten:
Darstellungen von Leiden oder auch von Streit in der Familie können für kleine Kinder sehr belastend sein. Achten Sie auf positive Inhalte und ein positives Ende des Films! Filme sollten entspannende Elemente enthalten und Probleme schnell gelöst werden. Auch die Unterscheidung zwischen den guten und bösen Filmfiguren sollte eindeutig sein.

Schädlichkeit von Filmen für die Entwicklung des Kindes
Dem Alter und der Entwicklung Ihres Kindes nicht entsprechende Inhalte und eine zu zeitintensive Nutzung dieser Medien können die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen: Wenn Ihr Kind häufig durch Film‑ und Fernsehinhalte überfordert oder verängstigt wird und es aufgrund zeitintensiver Nutzung dieser Medien zu wenige Freiräume für soziale und andere Aktivitäten hat, bringt dies Defizite an Lebens‑ und Lernerfahrungen mit sich und kann Einschränkungen seiner Entwicklungs‑ und Lebensperspektiven zur Folge haben.

Bewegungsdrang
Wenn Ihr Kind einen ausgeprägten Bewegungsdrang hat, lassen Sie es sich auch während des Medienkonsums bewegen. Dadurch wird Ihr Kind diesen Drang abbauen können und es kommt nicht zu einer Aufstauung von Energie.

Sinnvoller Nutzungsbeginn des Mediums Film
Kinder können ab dem dritten bis vierten Lebensjahr behutsam an Filme herangeführt werden. Dabei ist es sinnvoll, mit ihnen altersgerechte Kinderfilme mit langsamen Bildabfolgen auszusuchen, die sie verstehen können. Wenn Sie Ihr Kind erst mit Beginn seiner Grundschulzeit Filme sehen lassen wollen, ist dies nicht mit Nachteilen für seine Entwicklung verbunden. Spätestens dann aber werden generelle Film‑ und Fernsehverbote wie auch Verbote der Nutzung anderer Medien fragwürdig, da der Erwerb von Medienkompetenz wichtige persönliche Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet und unverzichtbar für ein Leben in einer modernen Informationsgesellschaft ist.

Bedrohliche Handlungen
Vermeiden Sie Filme mit bedrohlichen Handlungen. Falls das Kind dennoch welche gesehen hat, achten Sie bitte darauf sich anschließend mit dem Kind zusammenzusetzen und die Handlungen zu besprechen, um die richtigen Werte zu vermitteln. In dem Gespräch können Sie darstellen, dass Gewalt existiert, aber nicht ‚richtig’ ist. Sie sollten den korrekten Umgang mit Gewalt vermitteln. Achten Sie bitte prinzipiell auf altersgerechte Filme, d.h. natürlich zunächst einmal die Altersbegrenzung beachten, gehen Sie dann aber auch auf den persönlichen Entwicklungsstand Ihres Kindes ein.

Vermittlung des sinnvollen Umgangs mit Filmen
Ob ein Kind lernt, verantwortungsbewusst mit Filmen umzugehen, ist bereits im Kleinkindalter maßgeblich von unserem elterlichen Vorbild abhängig. Eltern von Kleinkindern sollten ihren Medienkonsum auf die Zeiten beschränken, in denen die Kinder nicht dabei sind. Es empfiehlt sich, gerade Vorschul‑ und Grundschulkinder pädagogisch empfehlenswerte Sendungen oder Filme sehen zu lassen, die sie nicht überfordern. Außerdem sollten Sie ihr Kind bei seinen ersten Film‑ und Fernseherfahrungen begleiten, damit es mit Ihnen über seine Eindrücke reden und sie verarbeiten kann.

Tipps für die Kinonutzung von Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren

Entwicklungsstand/spezifische Fähigkeiten:
Zeitsprünge, Rückblenden, Zeitraffer oder andere Stilmittel sind für Kinder in dieser Altersklasse noch schwer nachzuvollziehen. Spannungselemente können verkraftet und verarbeitet werden, sollten aber nicht zu lang wirken. Ein Gutes Ende ist in dieser Alterklasse noch sehr wichtig. Ab circa neun Jahren können Film und Wirklichkeit unterscheiden werden.

Schädlichkeit von Filmen für die Entwicklung des Kindes
Dem Alter und der Entwicklung Ihres Kindes nicht entsprechende Inhalte und eine zu zeitintensive Nutzung können die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen: Wenn Ihr Kind häufig durch Filminhalte überfordert oder verängstigt wird und zu wenige Freiräume für soziale und andere Aktivitäten hat, bringt dies Defizite an Lebens‑ und Lernerfahrungen mit sich und kann Einschränkungen seiner Entwicklungs‑ und Lebensperspektiven zur Folge haben.

Häufigkeit und Dauer des Kinobesuchs
Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind klare Regeln (und achten Sie auf deren Einhaltung), welche Medieninhalte wann und wie lange genutzt werden dürfen. Prinzipiell empfiehlt es sich, die Zeiten der Nutzung anderer Medien mit zu berücksichtigen.

„ganz oder gar nicht“
Prinzipiell gilt, wenn man sich dazu entscheiden sollte, einen Film zu schauen, dann sollte man ihn auch zu Ende sehen. Man kann es durch das allgemein bekannte Motto: „ganz oder gar nicht“ beschreiben. Durch den erfolgreichen Abschluss lässt sich etwas auch gedanklich abschließen, man kann sich auf Neues konzentrieren. Zudem kommt, dass dadurch der Ablauf seine Ordnung hat und Ihr Kind nicht verwirrt wird.

Vermittlung des sinnvollen Umgangs mit Filmen
Es empfiehlt sich, gerade Vorschul‑ und Grundschulkinder pädagogisch empfehlenswerte Sendungen oder Filme sehen zu lassen, die sie nicht überfordern. Außerdem sollten Sie ihr Kind bei seinen ersten Film‑ und Fernseherfahrungen begleiten, damit es mit Ihnen über seine Eindrücke reden und sie verarbeiten kann.

Beachtung des Alters bei Kinobesuchen
Ein Kind oder Jugendlicher darf im Kino nur Filme mit einer Alterskennzeichnung sehen, die seinem Alter entspricht oder sie unterschreitet. Kinder ab sechs Jahren dürfen allein ins Kino, wenn die Vorführung um 20 Uhr beendet ist. Die “Parental-Guidance”-Regelung gibt Eltern von Kindern ab sechs Jahren die Möglichkeit, mit ihnen einen Film im Kino zu sehen, der ab zwölf Jahren freigegeben ist. Dabei sollten Sie allerdings den Entwicklungsstand Ihres Kindes berücksichtigen und sich vorab gründlich über Inhalt und Darstellungen des geplanten Films informieren.

Tipps für die Kinonutzung von Kindern im Alter von 10 bis 13 Jahren

Entwicklungsstand/spezifische Fähigkeiten:
Kinder in dieser Alterklasse können den Handlungen der Filme zumeist folgen und kennen filmische Stilmittel wie Trickaufnahmen in Sciene-Fiction, Stunts usw. Schnelle Schnitte oder brutale Gewaltszenen können dennoch zu Überforderungen führen. Kinder durchlauf sehr unterschiedliche Entwicklungsphasen, deshalb sollten Sie auf eine individuelle „Betreuung“ achten.

Schädlichkeit von Filmen für die Entwicklung des Kindes

Dem Alter und der Entwicklung Ihres Kindes nicht entsprechende Inhalte und eine zu zeitintensive Nutzung dieser Medien können die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen. Auch in dieser Altersspanne sollten Sie deshalb darauf achten, wann, was und wie viel ihr Kind an Medieninhalten rezipiert.

Vermittlung des sinnvollen Umgangs mit Filmen
Nachdem Sie bereits frühzeitig einen sinnvollen Umgang mit Film vermittelt haben, geht es in späteren Jahren darum, dass Sie den Kindern größere Freiräume in der Auswahl von Filmen und auch den Nutzungszeiten einräumen sollten. Es ist wichtig für Ihr Kind im Laufe der Zeit eine gewisse Eigenverantwortlichkeit an den Tag zu legen. Dies ist nur möglich, wenn Sie es darin unterstützen. Lassen Sie es ruhig einmal den Filmkonsum eines Monats planen und versuchen Sie ihm den Umgang mit der Medienvielfalt zu vermitteln.

Beachten der Inhalte
Vorsicht  bei Filmhelden, die Gewalt propagieren. Diese können die seelische Entwicklung gefährden, da sich Kinder in diesem Alter in der Selbstfindungsphase befinden. Vor allem labile Kinder identifizieren sich mit Helden, die mit Gewalt und antisozialen Handlungen ihre Probleme lösen und rechtfertigen. Ebenso können Darstellungen von Sexualität beeinträchtigend sein, wenn dies in Zusammenhängen mit Gewalt oder abwertenden männlichen oder weiblichen Rollenklischees passiert.

Achtung beim Kauf von Filmen
Ein für Kinder und Jugendliche in Betracht kommender Film (DVD, Video) sollte auf jeden Fall ein Alterskennzeichen der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) tragen, das dem Alter des Kindes entspricht. Die Altersfreigaben der FSK sagen nichts über den pädagogischen Wert eines Films aus, beachten jedoch die Entwicklung und Aufnahmefähigkeit der Kinder.

Pädagogische Empfehlungen zu Film
Pädagogische Empfehlungen informieren darüber, ob die Inhalte eines Films den intellektuellen Fähigkeiten von Kindern der unterschiedlichen Altersgruppen entsprechen, ihnen Freude bereiten, Fähigkeiten fördern und Kenntnisse vermitteln. Pädagogische Empfehlungen zu Film und Fernsehen finden Sie auf der Webseite der Bundesprüfstelle.

Nutzungstipps Musik und Hörbücher

Musik und Hörbücher – sie gehören wie Fernsehen, Film und Internet immer mehr in den Alltag unseres Nachwuchses. ⅿ Folgenden wird das Team von medienbewusst.de den Konsum von Musik und Hörbüchern behandeln, eingeteilt in die Kategorien „Informationen für Kinder von 3–5Jahren“, „Informationen für Kinder von 6–9Jahren“, „Informationen für Kinder von 10–13Jahren, die Sie vielleicht bereits aus den anderen Rubriken kennen. Es handelt sich hierbei nicht um Vorschriften, sondern um Tipps, die den Kindern alters‑ und mediengerechten Konsum ermöglichen und versuchen, sie vor etwaigen Gefahren und Beeinträchtigungen zu schützen.

Tipps für die Musik‑ und Hörbüchernutzung von Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren

Hörmedien fördern das konzentrierte Zuhören

Im Gegensatz zu Medien, die auch flüchtig rezipierbar sind – wie beispielsweise das Fernsehen, das häufig als Nebenbei-Medium dient – erfordern Hörmedien gezielte Konzentration. Kinder und ihre Entwicklung können besonders davon profitieren. So fördern Hörmedien unter anderem: die Fähigkeit zuzuhören, die Herstellung gedanklicher Bilder, die Fähigkeit des Mit‑ und Einfühlens, das kritisch reflexive Nachdenken, das Selbstbewusstsein und somit die soziale Interaktion.

Das Kinderhörspiel – ein Form der Hörspiele
Das Hörspiel ist keineswegs ein Medium, dessen sich nur Kinder bedienen. So ist vielmehr das Kinderhörspiel ein Genre des Hörspiels allgemein, wenn auch eines der populärsten. Beim Kauf sollten Sie bedenken, dass es nicht nur die „klassischen“ Formate gibt, sondern Sie Ihrem Kind beispielsweise auch gezielt Wissen vermitteln können. Für Kinder diesen Alters eignen sich vor allem Geschichten und Märchen.  Falls Sie einmal erfahren wollen, welches Hörspiel für welches Alter geeignet ist, können Sie zum Beispiel das Portal Toni nutzen. Dort finden Sie viele Informationen zu Hörspielen und Musikangeboten.

Musikalische Früherziehung – auch durch Medien möglich
Musik‑ und Rhythmusgefühl können auch mit Hilfe von Medien gefördert werden. Neben der klassischen CD bieten viele Computerspiele auch die Möglichkeit, selber Melodien zu verfassen oder einfach nur bestimmte Klänge durch Anklicken zu erzeugen. Auch in einigen Internetauftritten (Beispiel Musikwissenschaften) wird vermehrt Wert auf die musikalische Früherziehung gelegt, da diese der Entwicklung eines jeden Kindes Nutzen bringt.

Fördern Sie die Phantasie ihrer Kinder mit Hör‑ und Singspielen
Ein Vorteil von Hörbüchern ist, dass Gefühle und Stimmungen der Geschichten durch Musik und verschiedene Klangelemente besonders gut vermittelt werden können. Durch verschiedene Sprecherstimmen können sich Kinder besser in die unterschiedlichen Charaktere hineinversetzen. Viele Erzählungen regen so die Phantasie und Kreativität von Kindern zusätzlich an.

Sprachen lernen mit Benjamin Blümchen und Zähne putzen mit Karius Baktus
Die spielerische Vermittlung von fremdsprachlichen Ausdrücken und die Lernbereitschaft fördern vor allem Lieder und Hörbücher, die in mehreren Sprachen produziert wurden. Dabei wird der Lernaspekt nicht vordergründig aufgegriffen – ganz im Gegenteil: Ihr Kind kann durch viele kleine Geschichten ganz nebenbei eine neue Sprache kennen lernen. (Hörbeispiele: Karius und Baktus (CD, mit lustigen Zahnputzliedern), französisch lernen mit dem kleinen Gespenst, Englisch mit Bibi Blocksberg, Englisch lernen mit Benjamin Blümchen etc.)

Tipps für die Musik‑ und Hörbüchernutzung von Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren

Kinderhörspiele – geeignete Genre
Für sechs bis neunjährige Kinder eignen sich schon andere Genre als für die jüngeren Kids.
Für die Grundschulkinder werden dann schon Kategorien wie Wissen und Abenteuer interessant. Dennoch sollten Sie sich immer den Wünschen Ihrer Kinder anpassen, denn schließlich sind es die Kinder, die ein Hörspiel gern oder weniger gern rezipieren. Achten Sie also beim Kauf zum einen auf das empfohlene Genre, aber ebenso auf die Ansprüche und die Entwicklung Ihres Kindes. Falls Sie einmal erfahren wollen, welches Hörspiel für welches Alter geeignet ist, können Sie zum Beispiel das Portal Toni nutzen. Dort finden Sie viele Informationen zu Hörspielen und Musikangeboten.

Hörspiele selber produzieren
Versuchen Sie doch einmal, mit Ihrem Kind selbst ein Hörspiel aufzunehmen. Technisch gesehen ist dies nicht schwer, zumindest wenn man einen zugegebenermaßen etwas altmodischen Kassettenrekorder und einen dazugehörigen Kassettenrohling hat. Auch mit einem MP3-Diktiergerät kann man problemlos arbeiten. Die Geschichten entwickeln sich meist von ganz alleine, wenn man sich einmal in ein Thema hineingedacht hat – vom Polizisten über die Prinzessin bis hin zum Piraten! Wichtig ist nur, dass es sich um ein Thema handelt, welches Ihr Kind interessiert. Ältere Kinder können Hörspiele auch mit Freunden produzieren. Einblicke in die professionelle Medienproduktion werden zum Beispiel von der Landesmedienanstalt initiiert und unterstützt.

Ab wann sind MP3 Player, Discman oder Walkman sinnvoll?
Von Seiten der Hersteller wird keine konkrete Alterklasse genannt. Orientieren Sie sich einfach an der Entwicklung ihres Kindes und achten Sie auf folgende Hinweise:
Zunächst sollte ein MP3-Player für Kinder einfach zu bedienen, robust verarbeitet und im Preis angemessen sein. MP3-Player mit 128 MB oder 256 MB Speicherkapazität für rund 25 bzw. 50 Lieder sind völlig ausreichend für jüngere Kinder. Nicht zu unterschätzen sind jedoch die Kopfhörer, da Bügelkopfhörer weniger schädlich sind als so genannte In-Ear-Kopfhörer.

Schaffen Sie Ruhepole für Ihre Kinder
„Positive Leitsätze, Anregungen und Ermutigungen fördern die innere Ruhe, Ausgeglichen¬heit und Konzentration des Kindes, bauen mögliche Misserfolgsängste ab und stärken sein Selbstvertrauen.“ (Psychologe Dr. Arnd Stein) Setzen Sie Musik und Hörbücher gezielt ein uns ermöglichen Sie damit ihrem Kind Ruhepole zur Entspannung und Konzentration. (Hörbeispiele Zauberschloss oder Entspannungsmusik)

Musik bildet. Fördern Sie das musikalische Hör-Verstehen ihrer Kinder
„Studien belegen: Musik tut Kindern gut und stärkt Sinne, Geist und Persönlichkeit. Musik und aktives Musizieren haben nachweislich einen positiven Effekt auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern, auf die Konzentrationsfähigkeit und die soziale Kompetenz.“ (Bertelsmann-Stiftung) Um eine positive Entwicklung Ihres Kindes voranzutreiben sollten Sie nicht auf Musik und Hörbücher verzichten – im Gegenteil: Lassen Sie die Musik Teil ihres Familienlebenswerden.

Tipps für die Musik‑ und Hörbüchernutzung von Kindern im Alter von 10 bis 13 Jahren

Hörspiele – welches Genre eignet sich?
Für zehn bis 13 – jährige Kinder eignen sich vorwiegend die Genre Krimi, Fantasy, Abenteuer und Biografie. Aber auch wie in den Kategorien zuvor entscheidet sich die Wahl eines Hörspiels auch immer und in erster Linie nach dem Geschmack des Kindes.
Falls Sie einmal erfahren wollen, welches Hörspiel für welches Alter geeignet ist, können Sie zum Beispiel das Portal Toni  nutzen. Dort finden Sie viele Informationen zu Hörspielen und Musikangeboten.

Musikdownloads, legal oder illegal?
Musiktauschbörsen sind bei den Nutzern sehr beliebt. Auf legalen Plattformen wie iTunes von Apple oder musicload.de kauft der Nutzer die gewünschten Lieder einzeln oder im Abonnement. Bei einer Vielzahl von illegalen Seiten werden die Musikdateien unter gesetzlich grenzwertigen Download-Verfahren getauscht. Um sich vor illegalen Plattformen zu schützen, muss der Upload der „Eigenen Musikdateien“ wieder ausgeschaltet werden. Zudem erschwert das eigene Anti-Virenprogramm (mit Kindersicherung) den Zugang zu illegalen Musiktauschbörsen. Weitere Informationen: Infoblatt “Vorsicht bei Musiktauschbörsen im Internet”

Lautstärke beim Musikhören
Ihr Kind ist nun in einem Alter in dem es eigene Phantasien und Träume ausleben möchte. Meistens gehört dazu auch ab und an das lautstarke Hören von Musik. Achten Sie darauf, dass ihr Kind den Spaß nicht übertreibt. Es ist wissenschaftlich belegt, dass zu langer und zu lauter Musikkonsum unvermeidlich zu Hörschäden führt. Versuchen Sie ein Gespräch mit Ihrem Kind zu führen und machen Sie die möglicherweise schlechte Hörqualität vielleicht einmal durch Ohropacks deutlich.

Seien Sie Vorbild
Häufig orientieren sich Kinder am Mediennutzungsverhalten der Eltern und Geschwister. Achten Sie darauf, dass Sie selbst keine übertrieben laute Musik hören. Auch der Inhalt der Texte sollte zumindest im Beisein der Kinder angemessen sein. Falls Sie Musik haben, die Ihr Kind auf keinen Fall allein rezipieren sollte, verstecken Sie diese gut. Denn welches Kind stöbert nicht gern einmal in der Musiksammlung seiner Eltern?

Musik online hören
Viele Radiosender bieten heutzutage schon das Hören ihrer Sendungen im Internet an. Auch Online – Portale wie Youtube ermöglichen jedem Internetnutzer das Hören von gewünschten Titeln. Auf der einen Seite ist natürlich auch für Sie sehr hilfreich: So können Sie zum Beispiel nach Songs suchen, die Sie vielleicht noch nicht kennen, ihr Kind dagegen schon Tage lang mit Begeisterung hört. Ein Einblick in die Musiknutzung wird damit indirekt möglich. Andererseits kann sich die Nutzung der Angebote durch Ihre Kinder auch negativ auswirken, da das Internet einige Fallen bereithält.