Let’s was? Informationen rund um das Phänomen Let’s Plays

30. Juni 2013

Mit Gaming „spielend“ Geld verdienen oder das spaßige Hobby zur abstumpfenden Arbeit verkommen lassen – dies sind Gedankenspiele, die manchen beim Begriff Let’s Plays durch den Kopf gehen! Was wirklich hinter dem Phänomen Let’s Play steckt, hat medienbewusst.de für Sie herausgefunden.

Es gibt viele Menschen, die etwas mit dem Begriff „Let’s Play“ anfangen können. Doch was sind Let’s Plays eigentlich genau? Im Grunde sind Let’s Plays Videos von Spielern für Spieler. Klingt auf den ersten Blick komisch, hat aber einen großen Nutzen und Sinn. Konstantin Winkler von Nerdderby.de sagte dazu: „Let’s Plays sind eine Art Spielanleitung und Übersicht bzw. Einblick in die jeweiligen Spiele und dienen vor allem der Unterhaltung.“

Popularität und Voraussetzungen

„Man sollte nicht damit rechnen, dass man damit das große und schnelle Geld verdient, die Abonnentenzahlen werden auch nicht sofort nach oben schießen. Im Grunde steckt sehr viel Arbeit hinter einem solchen Let’s Play und noch mehr Herzblut“, so Winkler weiter. So wird nicht nur spezielle Technik wie Aufnahmegeräte, Bild- und Soundbearbeitungssoftware sowie ein guter PC benötigt, sondern auch ein gewisses Maß an Lust, Freude und Durchhaltevermögen sind wichtig beim Erstellen eines Let’s Plays. Denn gute Let’s Plays entstehen erst, wenn alle Aspekte zusammenkommen. Letztendlich „unterschätzen viele Leute den Zeitaufwand, der hinter einem 15 minütigen Videos steckt“, wie Konstantin Winkler verrät.

Neben der Ausrüstung gehört aber in erster Linie ein gewisses Maß an Begabung im Bereich des Sprechens dazu. Die Art und Weise der Kommentare, sowie die Sprecher an sich, bilden somit den Hauptpfeiler eines Let’s Plays. „Der Kommentator muss eine angenehme Stimme haben, sonst möchte ihm ja keiner zuhören“, meint Winkler.

Gronkh, Sarazar und Co.

All diese Voraussetzungen vereinen  nur sehr wenige Leute in Deutschland. Die bekanntesten Spieler in der deutschen Let’s-Player-Szene sind Gronkh, Sarazar und die Jungs von PietSmiet. Diese haben Zuschauer jeglichen Alters und müssen somit insbesondere auf ihre Ausdrucksweise achten, da sie manchen Jugendlichen als Vorbild dienen.

Trotz dieser bekannten Spieler ist das Phänomen Let’s Plays in Deutschland im Vergleich zu den USA noch nicht so populär. Winkler meint dazu: „Nur einige wenige Let’s Player sind so erfolgreich, dass sie sich davon über Wasser halten können. Die Angebote sind – zumindest in Deutschland – (noch) nicht lukrativ genug.“ Das Phänomen ist also noch recht jung in Deutschland und bietet viel Potential für weitere Ausbaumöglichkeiten. Deshalb sollten diejenigen, die Spaß am Spielen haben, sich nicht von dem benötigten Aufwand abschrecken lassen!

In diesem Sinne, frohes Daddeln!

Michael Zierenner

Bildquellen:
© Gronk.de

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