Pia Ampaw – „Kinder können heute den ganzen Tag einschalten!“

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13. März 2011 Print This Post

Der Kinderkanal wurde am 01.01.2011 stolze 14 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums führt medienbewusst.de Interviews mit drei wichtigen Moderatoren durch. Nachdem KI.KA-Urgestein Juri Tetzlaff die Entwicklungen und Veränderungen der Anfangstage des Senders beschrieben hat, erklärt nun Pia Ampaw was für Erfahrungen sie in ihren vier Jahren beim Kinderkanal gemacht hat und was jetzt anders ist. Von 2002 – 2005 moderierte Ampaw mehrere Formate, unter anderem die Sendung „Kikania“, der Vorgänger des heutigen „KI.KA Live“.

Frau Ampaw, sie waren von 2002–2005 beim Kinderkanal tätig. Wie sind Sie damals zum Kinderkanal gekommen?

Ich bin über meine damalige Agentur zu diesem Sender gekommen. In der Agentur wurde ein Video aufgezeichnet, das wurde zum Kinderkanal geschickt und über dieses Video bin ich dann zum Casting gekommen.

Wie verlief das Casting?

Im Casting wurden Teile der Sendungen, die es damals gab, nachgespielt, in meinem Fall war es Kikania, jetzt mit dem Namen KI.KA Live.

Kikania haben Sie dann auch moderiert. Könnten sie kurz unseren Usern erläutern worum es in dieser Sendung ging?

Kikania war eine interaktive Spielshow, in der es Gäste und ein Zuschauerpublikum gab. Zwischendurch wurden immer Zeichentrickserien gezeigt und die Kinder konnten in einer virtuellen Welt Spiele spielen. Es traten zwei Schulklassen gegeneinander an und am Ende gab es einen Tagessieger.

Wie haben Sie die Änderung von Kikania auf KI.KA Live miterlebt?

Bei Kikania waren außer mir,  noch Juri und Singa, die jetzt das Kleinkinderprogramm machen, dabei. Dann wurde die Sendung aufgeteilt. Lukas und ich haben KI.KA Live moderiert und Juri und Singa haben das Vormittagsprogramm und nachmittags das Sandmännchen gemacht. Damals gab es ja noch nicht das Baumhaus, das Juri jetzt macht. Das ist eine Art Verabschiedung. Es gab zwar immer eine Verabschiedung am Ende des Tages aber jetzt durch das Baumhaus hat das Ganze einen richtigen Rahmen bekommen, innerhalb dessen man auch was zur Jahreszeit usw. erzählen kann. Danach kommt dann das Sandmännchen.

Wenn sie nochmal an diese Zeit zurückdenken: Gibt es große Unterschiede zum Kinderkanal von heute?

Viele Dinge sind ähnlich geblieben, wie zum Beispiel die Stimmen, die die Sendungen ansagen. Was natürlich auch gleich geblieben ist, ist dass es weiterhin keine Werbung gibt. Was sich ein bisschen verändert hat, dass hab ich jetzt durch eine Mutter erfahren die auch Kinder hat, dass kommende Sendungen jetzt angeteasert werden. Das gab es früher nicht, so dass die Kinder nicht unbedingt auch noch die nächste Sendung gucken wollten. Die Mutter meinte auch, dass die Sendungen jetzt schneller hintereinander kommen, so dass die Kinder nicht wirklich zum Abschalten kommen und auch noch die nächste Folge sehen wollen. Was noch neu dazu gekommen ist, ist das Kikaninchen, das gab es damals noch nicht, das ist für die ganz Kleinen.

Sie haben auch schon für SuperRTL gearbeitet, welche signifikanten Unterschiede zum Kinderkanal sind Ihnen aufgefallen?

Es sind beides Sender mit denen ich sehr gerne gearbeitet habe, jeweils in tollen Teams. Da Super-RTL ein privater Sender ist, gibt es da natürlich Werbung, aber ich denke, dass man sich sehr gut aus beiden Sendern etwas raussuchen kann.

Wenn sie die Kindersendungen Ihrer Kindheit mit denen von heute vergleichen: Was fällt ihnen auf?

Es gibt mittlerweile viele animierte und viel weniger gezeichnete Sendungen. Was es damals auch nicht gab ist, wenn eine Sendung oder eine Figur erfolgreich ist, dass man dann alles davon kaufen kann, also das ganze Merchandising. Als ich klein war gab es eine einzige Sendung und die konnte man gucken oder man hat es gelassen. Es gab also gar nicht die Diskussion, ob man noch weiter gucken kann. Kinder haben heute hingegen die Möglichkeit den ganzen Tag einzuschalten und zu gucken, was sie wollen.

Was sind ihre weiteren Pläne?

Ich arbeite derzeit für das Internetmagazin „Ehrensenf“. Das ist eine politisch-satirisch moderierte Show in der auch dazwischen besondere Websites, lustige Sachen, Innovationen und Kurzfilme gezeigt werden. Außerdem habe ich wieder angefangen Theater zu spielen. Da Bibi Blocksberg gerade 30 Jahre alt geworden ist, proben wir zurzeit im Cocomico Köln für das Stück „Bibi Blocksberg Super-Show“.

medienbewusst.de bedankt sich bei Pia Ampaw für das Interview und wünscht weiterhin viel Erfolg.

Michael Petersen

Bildquelle:
©
obs/KI.KA

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